Mannheim Tierrechte Aktion

Foto: Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.

Wischen mit gutem Gewissen: tierische Aktivisten des Vereins Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. machten vor wenigen Tagen auf ihrer „Putz-Tour” Halt in Mannheim. Als Kaninchen, Katze und Maus verkleidet, mit Wischmopp, Besen und Putzlappen „bewaffnet”, säuberten sie den Grupello-Brunnen mit tierversuchsfreien Haushaltsmitteln. Auf Schildern war zu lesen: „Weil wir es wert sind: Nimm tierversuchsfreie Putzmittel”. Passanten wurden informiert und ermutigt, nur noch Reinigungsmittel zu kaufen, die ohne Tierversuche hergestellt werden.

„Jedes Jahr werden in Deutschland rund drei Millionen Tiere für Tierversuche getötet“

„Jedes Jahr werden in Deutschland rund drei Millionen Tiere für Tierversuche getötet. Etwa fünf Prozent davon sterben für Giftigkeitsprüfungen. Zuvor werden ihnen Inhaltsstoffe von Haushaltsprodukten injiziert, auf die Haut oder ins Auge gerieben”, so Dr. Tanja Breining, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Vereins. Dabei gibt es heute zuverlässige Alternativmethoden für Toxizitätstests, z.B. Artifizielle Hautmodelle, Humanes Augengewebe, Organs-on-a Chip-Modelle.

Mannheim Demo Tierrechte

Foto: Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.

In Mannheim erfuhren die Verbraucher, dass der Kauf von Haushaltsprodukten mit dem „Leaping bunny” („Springender Hase”) und der Veganblume viele Tiere vor grausamen Versuchen retten kann. Diese Produkte gibt es in Bio-, Drogerie- und Supermärkten.

Im April reinigte der Verein den Ulmer Münsterplatz. Weitere „Putzstationen” sind geplant, so auch vor dem EU-Parlament in Straßburg. Am 11. März 2015 forderten auch die europäischen Bündnis-Partner der ECEAE mit einer Putz-Aktion auf dem Parliament Square in London Politiker und Industrieunternehmen auf, Tierversuche für Reinigungsmittel in der EU zu verbieten. In Indien und Israel gibt es ein solches Verbot bereits.