Was geschieht im Gehirn, wenn ein Mensch unter dauerhaften Schmerzen leidet? Und wie entstehen in der Folge chronische Schmerzen? Diese Fragen sind für viele Menschen hoch relevant, denn ca. 30 Prozent der Deutschen entwickeln im Laufe ihres Lebens chronische Rückenschmerzen. Aus vorhergehenden Forschungsergebnissen ist bekannt, dass chronische Schmerzen mit einer veränderten Aktivität und Funktion von Neurotransmittern, den Botenstoffen im Gehirn, die mit der Verarbeitung von Schmerz in Verbindung stehen, einhergehen. Eine Studie des Instituts für Neuropsychologie und Klinische Psychologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim untersucht jetzt, wie sich diese Neurotransmitteraktivität auf die Schmerzwahrnehmung auswirkt.

Studienteilnehmer gesucht

In der Studie wird die Rolle der körpereigenen Botenstoffe, in diesem Fall Dopamin und endogene Opioide, untersucht. Dopamin hat im Gehirn viele Funktionen wie z.B. die Steuerung von Bewegungen und die Verarbeitung von Motivation. Das opioide System hingegen ist an der Verarbeitung von Schmerzen beteiligt. Die Probanden erhalten zwei Wirkstoffe in Form von zugelassenen und häufig verwendeten Medikamenten in geringen Dosen, die diese Systeme kurzzeitig beeinflussen. Eine Kontrollgruppe erhält stattdessen ein Placebo. Bei dieser Medikamentengabe sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Anschließend wird die Wahrnehmung von Hitzereizen untersucht

Gesucht werden gesunde Personen zwischen 18 und 65 Jahren. Die Teilnehmer kommen zu drei Terminen, die je dreieinhalb Stunden dauern. Sie erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung von 90 Euro und die Möglichkeit, in der Studie zusätzlich Geld in einer Gewinnaufgabe zu erspielen.

Interessierte können sich melden unter:
Telefon 06 21/17 03 63 04 oder
simon.desch@zi-mannheim.de