Wer eine Krebserkrankung bewältigt hat, dem sitzt eine große Sorge immer im Nacken: Was tun, wenn der Krebs zurückkommt? Mit dieser Frage beschäftigen sich auch Ärzte im Verlauf eines Patiententages am Samstag, 22. November 2014 (ab 10.00 Uhr), im Stadthaus N 1 in der Mannheimer Innenstadt. Die Mediziner erläutern Fortschritte bei der Erkennung von sogenannten „Rezidiven“ durch innovative Diagnostik und sie stellen moderne Behandlungsmethoden vor.

Schirmherr des Patiententages ist Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Interdisziplinären Tumorzentrum Mannheim (ITM) der Universitätsmedizin Mannheim. Rund 25 Krebsspezialisten werden an diesem Tag zu Wort kommen, vertreten sind außerdem rund 15 Selbsthilfegruppen und noch einmal so viele Aussteller von Medizinprodukten und Dienstleistungen aus dem Umfeld der Tumormedizin. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Krebsnachsorge im Fokus

Im Verlauf der Eröffnung des Patiententages werden Prof. Dr. Marc Sütterlin, Direktor der Universitäts-Frauenklinik, und Prof. Dr. Frederik Wenz, Direktor der Universitätsklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, skizzieren, wie wichtig eine gewissenhafte und individuell auf den Patienten abgestimmte Nachsorge ist, um einen wieder auftretenden Tumor früh erkennen und wirksam behandeln zu können.

Ab 10.30 Uhr widmen sich Experten aus verschiedensten Fachrichtungen in laienverständlichen Kurzvorträgen dem Themenkomplex „Nachsorgekonzepte, Diagnostik und Behandlung von Rückfällen“ – insbesondere bei Brust- und gynäkologischen Krebserkrankungen, Prostatakrebs, Blutkrebs, Lungen- sowie Magen- und Darmkrebs.

Spezialisierte Metastasentherapie

„Spezialisierte Metastasentherapie“ lautet die Überschrift der ab etwa 12.00 Uhr folgenden Berichte. Ärzte des Mannheimer Universitätsklinikums erläutern, wie von Patient zu Patient jeweils das im Einzelfall bestgeeignete Vorgehen bei der Therapie von Metastasen, also von Absiedlungen eines Tumors in den Körper, ermittelt wird.

Sascha Spataru, früherer Chefredakteur des Rhein-Neckar-Fernsehens, moderiert nach einer Mittagspause ab 13.30 Uhr eine Diskussionsrunde, bei der Krebsexperten aus unterschiedlichen Fachgebieten zu Wort kommen.

Gespräche in Kleingruppen

Abschließend (ca. 15.00 Uhr) stehen Ärzte, die sich auf einzelne Tumorerkrankungen spezialisiert haben, für Gespräche in acht Kleingruppen zur Verfügung. Auf diese Weise sollen Patienten zu Wort kommen, die spezielle Fragen haben und diese nicht gerne vor einem großen Zuhörerkreis diskutieren möchten. Die acht Kleingruppen werden sich mit folgenden Themen befassen: Nieren-, Blasen- und Prostatakrebs; Brustkrebs und gynäkologische Tumoren; Lungenkrebs; Krebs von Verdauungsorganen; Knochen- und Weichteilkrebs; Blut- und Lymphknotenkrebs; Hautkrebs; Hirntumoren und Metastasenchirurgie.