Vor einem Jahr und einem Monat hat sich Mannheim zur Durchführung der Bundesgartenschau (BUGA) 2023 bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) beworben. Nach einer positiven Rückmeldung seitens der DBG haben die Mannheimer Bürger sich im Rahmen eines Bürgerentscheids für das Projekt ausgesprochen. Nun wurden von beiden Seiten die Verträge unterschrieben, die eine Durchführung der BUGA im Jahr 2023 regeln sowie eine Gesellschaftsgründung vorsehen. Zuvor waren die Verträge im Gemeinderat der Stadt Mannheim und in der Gesellschafterversammlung der DBG bestätigt worden.

„Mit der Vertragsunterzeichnung haben wir heute den Grundstein für eine erfolgreiche Bundesgartenschau gelegt. Mit der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft haben wir einen kompetenten Partner, der mit zahlreichen Gartenschauen bewiesen hat, dass eine Bundesgartenschau eine nachhaltige Stadtentwicklung ermöglicht“, erläuterte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. „Mit der Vertragsunterzeichnung schaffen wir aber auch eine verbindliche Grundlage für die Entwicklung des Mannheimer Grünzugs Nordost. Denn mit der Durchführung der BUGA 2023 haben wir festgelegt, den unteren Teil des Grünzugs vom Luisenpark bis zu den Vogelstangseen zu entwickeln. Die Vorbereitungen zu einem Wettbewerb laufen bereits, die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung fließen dabei ein“, fuhr Kurz fort.

Auch Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, begrüßte die Unterzeichnung: „Ich freue mich sehr, dass Mannheim nach der erfolgreichen Bundesgartenschau 1975 erneut eine BUGA stattfinden lassen wird, die der Stadt ganz sicher wieder eine große Entwicklungschance für die Zukunft bietet. Nur eine BUGA ist in der Lage zu großen städtebaulichen Entwicklungsprozessen, wie sie zur Umwandlung von Konversionsflächen angestoßen werden müssen. Ich sehe diese Grünentwicklung Mannheims auch als soziales Kooperationsprojekt, in das alle Mannheimer eingebunden sind. Mit den neuen grünen Quartieren entsteht mehr Lebensqualität in Mannheim. Wir freuen uns auf die gemeinsame Aufgabe für die nächsten Jahre.“

Gleichzeitig mit der Unterzeichnung des Durchführungsvertrags wurde auch die „Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH“ gegründet. Eine Gesellschaft, die fortan für die Vorbereitung, Planung, Durchführung und Abwicklung der Bundesgartenschau zuständig ist. Die Stadt Mannheim ist mit zwei Dritteln Mehrheitsgesellschafterin, die DBG hält ein Drittel der Gesellschaftsanteile. Die GmbH übernimmt damit die Aufgaben der Geschäftsstelle Konversion der Stadt Mannheim, die bisher das Projekt betreut hat.

Eine erste Aufgabe wird die Durchführung des Ideenwettbewerbs Grünzug Nordost sein sowie weiterhin die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation der Bürgerbeteiligung am Gesamtprojekt. Ein Beirat mit Vertretern aus Arbeitnehmerverbänden, Wirtschaft, Umweltverbänden, Jugendorganisationen, Kultureinrichtungen, Kirchen, Migrantenorganisationen, der Medien, des Sports und der Region soll die Arbeit der Gesellschaft von Beginn an begleiten. Der Aufsichtsrat wird mit Konstituierung des neuen Gemeinderats gegründet. Michael Schnellbach, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste im Dezernat V, wird die Aufbauphase der Gesellschaft als Gründungsgeschäftsführer nebenamtlich leiten.