Die Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten chronisch verlaufenden Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Kinder und Jugendliche mit ADHS zeichnen sich durch Aufmerksamkeitsstörungen, vermehrte motorische Aktivität und erhöhte Impulsivität aus. Die Symptome können bei den Betroffenen zu einer deutlichen Beeinträchtigung der sozialen, schulischen bzw. beruflichen Funktionsfähigkeit führen.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim bietet betroffenen Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 – 17 Jahren derzeit die Möglichkeit, an einer Beobachtungsstudie zur medikamentösen Behandlung von ADHS teilzunehmen. Die Studie untersucht die Langzeitverträglichkeit von Methylphenidat (Methylphenidat-Präparate). Neben dem ZI sind an der Durchführung dieser Studie mehrere Kliniken in ganz Deutschland sowie in weiteren europäischen Ländern beteiligt. Die Studie wird von der Europäischen Union gefördert.

An der Studie können Kinder und Jugendliche mit der Diagnose ADHS teilnehmen, die beabsichtigen, eine Behandlung mit einem Methylphenidat-Präparat bei ihrem derzeit behandelnden Arzt zu beginnen. Alle studienbezogenen Arztbesuche sind für die Teilnehmer kostenlos. In der Studie werden keine Medikamente ausgegeben. Die Teilnahme an der Studie kann ohne Angabe von Gründen jederzeit beendet werden. Zusätzlich können Kinder, die nicht von ADHS betroffen sind, sowie Kinder mit ADHS, bei denen keine medikamentöse Behandlung beabsichtigt ist, in einer Kontrollgruppe an der Studie teilnehmen. Sie sollen ebenfalls im Alter von 6 – 17 Jahren sein.

Anmeldungen oder weitere Informationen:
Telefon 06 21/17 03-45 41 oder
ruth.berg@zi-mannheim.de