Transplant OP

Team bei einer Transplantations-OP. Foto: Universitätsmedizin Mannheim

Wenn in der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) am 5. Juli 2014 zahlreiche Transplantations-Experten zusammenkommen, dann steht ihr Treffen unter einem ganz besonderen Stern: Vor 25 Jahren wurde am Mannheimer Universitätsklinikum die erste Nierentransplantation vorgenommen. Gleich nach der Begrüßung um 9.00 Uhr werden das damalige Ärzteteam und die inzwischen 61-jährige Patientin bei der Fachtagung im Großen Hörsaal auf den 3. Juni 1989 zurückblicken – also auf jenen spannenden Tag, an dem in Mannheim erstmals einer Patientin mit Nierenversagen eine Spenderniere eingesetzt wurde. Schon damals geschah dies im engen Zusammenwirken der operierenden Chirurgen mit den Nephrologen (internistische Nierenspezialisten).

Die Rückschau auf den Tag, an dem das Transplantationszentrum Mannheim seine Arbeit aufnahm, steht am Beginn der Tagung. Im weiteren Fortgang beleuchten die Ärzte dann den aktuellen Stand des Wissens in der Transplantationsmedizin. Die Vorträge widmen sich z.B. den Fortschritten in der Grundlagenforschung, minimal-invasiven Eingriffen zur Entnahme einer Niere bei Lebendspenden und den Fortschritten bei einer gezielten Unterdrückung des Immunsystems, um zu vermeiden, dass der Körper ein neues Organ abstößt. Diskutiert wird aber auch, wie sich Vertrauen in der Bevölkerung zurückgewinnen lässt, das unlängst durch mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spender-Lebern erschüttert wurde.

Seit Gründung des Zentrums haben Ärzte in Mannheim 581 Nierentransplantationen durchgeführt, darunter 85 Fälle mit Lebendnierenspenden, Tendenz steigend. Hierbei sind inzwischen sogar Transplantationen möglich, bei denen Spender und Empfänger unverträgliche Blutgruppen aufweisen. In der Transplantationsmedizin der UMM arbeiten die Ärzte der von Prof. Dr. Stefan Post geleiteten Chirurgischen Universitätsklinik eng mit ihren Kollegen in der von Prof. Dr. Bernhard Krämer geleiteten V. Medizinischen Universitätsklinik zusammen.