Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Sieben Millionen Menschen sind betroffen. Sie alle brauchen eine fachübergreifende Behandlung in spezialisierten Zentren, Kliniken oder Praxen. Um eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten, zertifiziert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Einrichtungen, die speziell definierte Anforderungen erfüllen. Das Theresienkrankenhaus hat nun erneut als einzige Mannheimer Klinik die Anerkennung als „stationäre Behandlungseinrichtung für Patienten mit Typ 2-Diabetes“ der DDG erhalten.

Prof. Dr. Jochen Rudi, Chefarzt der Gastroenterologie, Onkologie und Diabetologe, freut sich über das Zertifikat: „Wir zeigen damit, dass wir dauerhaft die strengen Kriterien der DDG erfüllen. Dazu gehören zum Beispiel ein multiprofessionelles Team aus Ärzten und Diabetesberaterinnen, Ernährungsberatern, Sozialarbeitern und Physiotherapeut, ein strukturiertes Schulungsangebot sowie ein gut funktionierendes Qualitätsmanagement.“ Jährlich versorgt das Diabetes-Team um Prof. Dr. Rudi etwa 1.500 – 2.000 stationäre Typ 2-Diabetes-Patienten und führt etwa 1.000 Beratungsgespräche durch. Viele der Patienten durchlaufen im Rahmen ihres Klinkaufenthalts eine strukturierte Intensivschulung, die eine Verbesserung der Blutzuckereinstellung zum Ziel hat.

Die Zahl der Diabetes-Erkrankungen nimmt seit Jahren zu. Aktuell sind etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes erkrankt. Das entspricht mehr als 9 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Rund 90 Prozent der Betroffenen leiden an Typ 2-Diabetes. Die Krankheit kann auf Dauer zu ernsten Folgeerkrankungen führen: Der erhöhte Blutzucker schädigt die Blutgefäße. Es kann zu Schlaganfall oder Herzinfarkt, Nierenversagen, Amputationen oder Erblindungen kommen. Durch eine gute medizinische Betreuung lassen sich diese Folgeerkrankungen vermeiden.