Bereits einfache Aktivitäten wie Rasen mähen, ins Kino gehen oder den Einkauf nach Hause tragen, können für Menschen mit Rückenschmerzen beschwerlich sein. Der Charakter einer Volkskrankheit zeigt sich darin, dass 80 Prozent der Deutschen irgendwann in ihrem Leben einmal an Rückenschmerzen leiden, die bei 30 Prozent der Betroffenen sogar chronisch werden. Erste wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass die Schmerzwahrnehmung von Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, im Gehirn anders verarbeitet wird als von Gesunden. Um diese Unterschiede in der Wahrnehmung und der Verarbeitung von Schmerz genauer zu untersuchen und so eine bessere Therapie chronischer Schmerzen zu ermöglichen, führt das Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim eine Studie durch. Bei dieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Untersuchung wird die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung von Menschen mit chronischen Rückenschmerzen mit der von gesunden Menschen verglichen.

Für diese Studie werden noch gesunde weibliche Personen ab 50 Jahren sowie Personen allen Alters, die unter chronischen Schmerzen leiden, gesucht. Interessierte Studienteilnehmer sollten im Großraum Mannheim / Heidelberg wohnen und nicht unter neurologischen bzw. psychiatrischen Erkrankungen leiden und es sollte keine Krebserkrankung und keine entzündliche Schmerzerkrankung vorliegen. Da im Rahmen der Studie eine funktionelle Kernspintomographie durchgeführt wird, dürfen auch keine nicht-entfernbaren Metallteile im oder am Körper vorhanden sein. Die Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung.

Interessierte können eine Nachricht mit Namen + Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter (Stichwort “Schmerzwahrnehmung”) des Projekttelefons hinterlassen oder sich per E-Mail melden:
Telefon 06 21/17 03-63 21
pia.schneider@zi-mannheim.de