Die Stadt Mannheim wird ein völlig vermülltes Grundstück im Stadtteil Käfertal am 31. Mai und am 1. Juni 2013 von der Abfallwirtschaft Mannheim räumen lassen. Nachdem dem Besitzer des Grundstücks eine Frist zur freiwilligen Räumung gesetzt worden war und in dieser Zeit keine Räumung erfolgte, wird die von der Stadt angedrohte Ersatzvornahme jetzt durchgeführt. Das Grundstück ist bereits seit rund 14 Monaten verwaist, da der Haupteigentümer eine mehrjährige Haftstrafe in einem psychiatrischen Krankenhaus absitzt. Eine erste Begehung des Grundstücks durch die Stadt im März 2013 hatte zunächst ergeben, dass eine sofortige Räumung nicht angeordnet werden konnte, da weder Seuchengefahr bestand noch ein Schädlingsbefall festgestellt wurde.

Die Feuerwehr stellte bei einer weiteren Begehung Brandgefahr fest. Darauf erging an den Eigentümer eine Verfügung mit einer Frist zur freiwilligen Räumung bis zum 27. Mai 2013 mit Bezug auf das Kreislaufwirtschaftsgesetz, wonach die Stadt verpflichtet ist, Abfallansammlungen in Wohngebieten zu entfernen. „Die Räumung des Grundstücks ist im Interesse der Bevölkerung nicht mehr länger aufschiebbar“, erläuterte Umweltdezernentin Felicitas Kubala die Vorgehensweise der Stadt. „Das Gelände verkommt immer mehr zum Müllplatz, bei steigenden Temperaturen ist mit Ungezieferbefall und Geruchsbelästigung zu rechnen. Doch vor allem die jetzt festgestellte Brandgefahr zwingt uns zum Handeln“, so Kubala weiter.