Die Schäden sind relativ gering – aber einige Bürger melden, dass sie Wildschweine sogar in bebauten Gebieten der Stadt gesehen haben. Daher hat die Stadt Mannheim bereits in 2012 einen „Runden Tisch Schwarzwild“ eingerichtet. Im März soll bei einem Workshop ein Konzept gegen die ungebremste Vermehrung der Wildschweine erarbeitet werden.

Zu dem Workshop sind neben dem Kreisjagdamt die Pächter der Mannheimer Jagdreviere, das Forstamt, die Jägervereinigung Mannheim, ein Vertreter der Landwirtschaft sowie die Tierschutzbehörde und der Naturschutzbeauftragte der Stadt Mannheim eingeladen. Auch die zuständigen Jagdbehörden der angrenzenden Gebiete in Hessen und im Rhein-Neckar-Kreis werden eingebunden. Gemeinsam soll eine Konzeption entwickelt werden, um den Schwarzwild-Bestand im Stadtgebiet und den angrenzenden Wäldern und Feldern zu kontrollieren und auf ein verträgliches Niveau zurück zu führen. Dabei stehen die spezifischen Mannheimer Gegebenheiten im Mittelpunkt. Es sollen für das Stadtgebiet Mannheims passende, koordinierte Maßnahmen erarbeitet werden.

Wildschweine haben sich in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland stark vermehrt. Gründe dafür sind milde Winter und ein üppiges Futterangebot. Vorübergehende Futterknappheit im Winter treibt die Wildschweine dann bis in den Grüngürtel und bewohnte Gebiete Mannheims. Hier, im befriedeten Bereich, ist die Jagd stark eingeschränkt. Gleichzeitig wird der Grüngürtel Mannheims immer mehr für Freizeitaktivitäten genutzt, so dass Begegnungen zwischen Wildschweinen und Mensch nicht ausgeschlossen sind. Das kann, insbesondere zu Zeiten, in denen Frischlinge großgezogen werden, zu kritischen Situationen führen. Auch solchen Gefahren soll durch geeignete Maßnahmen begegnet werden.