Mannheim Bismarckstraße

Blick in die Bismarckstraße in Mannheim. Foto: SPD-Ortsverein Mannheim Innenstadt / Jungbusch

Die Einrichtung eines Radweges auf der Bismarckstraße in Mannheim wird seit über 20 Jahren kontrovers diskutiert. Der SPD-Ortsverein Innenstadt / Jungbusch unterstützt die Pläne, den Umbau bis 2016 durchzuführen, als ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für den Stadtteil. Dabei muss insbesondere bei der Diskussion um die Kosten bedacht werden, dass die veranschlagten fünf Millionen Euro vorwiegend für die ohnehin anstehende Erneuerung der Ampelanlagen benötigt werden. Der Radweg selbst wird vom Land Baden-Württemberg mit voraussichtlich 900.000 Euro bezuschusst werden.

Was die Einwände vom Handel betrifft, bemerkt Petar Drakul: „Wir nehmen die Sorgen der Gewerbetreibenden ernst. Die Berechnungen der Stadtplaner zeigen jedoch, dass nur mit einer geringen und verkraftbaren Verzögerung des Verkehrs von 30 Sekunden zu rechnen ist. Die Gefahr, dass deshalb weniger Menschen in die Innenstadt einkaufen kommen, ist aus meiner Sicht nicht akut.“ Grundsätzlich sieht die SPD Innenstadt / Jungbusch durchaus die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Gesamtverkehrskonzepts für die Innenstadt, „welches ihren Charakter als Ort des Wohnens, der Arbeit, des Handels und des Studiums gleichberechtigt für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger weiter entwickelt. Dazu sind diese Pläne der richtige Schritt”, betont Ulrich Schäfer, Stadtrat und Bewohner der Innenstadt.

Im Rahmen der Erarbeitung eines Wahlprogramms für die Kommunalwahl wird sich der SPD-Ortsverein ausführlich mit Fragen der Verkehrsführung in der Innenstadt befassen. Isabel Cademartori von der Innenstadt-SPD schließt: „Wir wollen mit Bürgern, Multiplikatoren und Experten dieses und andere Themen im Rahmen eines Workshops diskutieren und konkrete Vorschläge für die Innenstadt und den Jungbusch erarbeiten. Wir laden alle Interessierten ein, sich zu beteiligen.” Die Ergebnisse aus diesem Prozess werden voraussichtlich im Frühjahr 2014 vorgestellt.