Mit Beginn des Schuljahres 2013/14 ging in Mannheim das Schwimmfix-Angebot der Manfred Lautenschläger-Stiftung an den Start. Unter der Leitung des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg, in Kooperation mit dem Fachbereich Sport und Freizeit sowie dem Fachbereich Bildung der Stadt Mannheim, kommen seither Kinder aus zehn Grundschulen mit hohen Nichtschwimmer-Quoten, parallel zum Schwimmunterricht der dritten Klassen, in den Genuss von Schwimmfix – zusätzlichem Schwimmunterricht – durch den Einsatz von dafür ausgebildeten, zusätzlichen Fachkräften. Am 7. Mai 2014 präsentierten die Kinder im Rahmen eines Schwimmfix-Festivals auch Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, was sie gelernt haben.

53 Prozent der Grundschüler können – laut Datenerhebung des Instituts für Sport- und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg – landesweit in der zweiten Klasse ohne Schwimmfix-Initiative noch nicht schwimmen. Deshalb werden die Grundschüler im Rahmen von Schwimmfix von qualifizierten Fachangestellten für Bäderwesen und Sportstudierenden, sogenannten Lehrassistenten, in Kleingruppen unterrichtet. So ergeben sich drei positive Effekte: Alle Drittklässler lernen Schwimmen, die Fachangestellten und Sportstudierenden gewinnen Lehrerfahrung und die Lehrenden der Grundschulen erfahren, dass die katastrophal hohe Anzahl an Nichtschwimmern (50 – 80 Prozent in Klasse 3) nur mit speziellen Angeboten bewältigt werden kann.

Projektziele:

In Mannheim sollen alle Schüler im zweiten oder dritten Schuljahr „in einer Schwimmart sicher schwimmen“ können – wie vom Bildungsplan (2004) des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport gefordert. Neben dem Sicherheitsaspekt, spielt auch das Thema Gesundheit eine wichtige Rolle, denn Schwimmen zählt zu den anerkannt gesunden Sportarten, die – wenn sie frühzeitig erlernt werden – problemlos bis ins hohe Alter ausgeübt werden können. Für übergewichtige Schüler ist Bewegung im Wasser ideal, denn der statische Auftrieb entlastet die Gelenke und der Strömungswiderstand „frisst“ die Kalorien. Hinzu kommt der soziale Aspekt: Schüler, die nicht schwimmen können, werden im Sommer ausgegrenzt, wenn die Freunde im Schwimmbad spielen oder schwimmen und nicht zuletzt: Schwimmen stärkt das Selbstwertgefühl und vermittelt Wohlbefinden.