Eine möglichst hohe Lebensqualität sichern bei nur noch begrenzter Lebenserwartung – so lässt sich das Ziel der Palliativmedizin zusammenfassen. Vor 15 Jahren ist am Mannheimer Universitätsklinikum eine Spezialstation für schwerstkranke Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung eingerichtet worden, mehr als 4.500 Menschen wurden hier seither von einem speziell ausgebildeten Team versorgt. Ärzte, Pflegekräfte, aber auch Krankengymnasten, Sozialarbeiter, Psychologen und Seelsorger gehören dazu.

Im Verlauf einer Fachtagung in der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), beleuchten Wegbereiter der Palliativmedizin in Mannheim am Samstag, 16. November 2013, die Entwicklung der vergangenen anderthalb Jahrzehnte – und sie werfen einen Blick auf die künftige Entwicklung. Auf Einladung von Prof. Dr. Wolf-Karsten Hofmann, Direktor der III. Medizinischen Universitätsklinik, und von Prof. Dr. Dieter Buchheidt, Oberarzt und Ärztlicher Leiter der Palliativstation, treffen sie sich dazu von 9.00 – 13.00 Uhr im Hörsaal Neubau Ost. Gemeinsam mit zwei Mitstreitern wird Prof. Hofmann (Violine) die Feier auch musikalisch gestalten.

Es ist kein Zufall, dass gleich nach der Begrüßung die Ärztin PD Dr. Adelheid Weiss das Wort ergreift. War sie es doch, die viel Überzeugungsarbeit zu leisten hatte, bis sie 1998 als Leitende Oberärztin der auf Hämatologie und Onkologie spezialisierten III. Medizinischen Klinik eine Palliativstation einrichten konnte – seinerzeit noch im früheren Klinikgebäude auf dem Waldhof. Sie begeisterte ein interdisziplinäres Team für die Palliativmedizin, und damit für die Aufgabe, unheilbar kranken Menschen in einer besonders belastenden Situation beizustehen. Auch nach ihrer Pensionierung leitete Dr. Weiss noch bis vor kurzem die am Klinikum angesiedelte Palliativmedizinische Akademie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Fülle von Spezialwissen an Ärzte und Pflegekräfte weiterzugeben.

Dass Mannheim bis heute eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet einnimmt, zeigte u.a. vor zwei Jahren die Gründung des Palliativnetzes Mannheim „PalMa“, das exakt passend zur stationären Versorgung im Krankenhaus eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung bietet. Auch dies für Menschen mit einer fortschreitenden, nicht heilbaren Krankheit (etwa schwere Krebserkrankungen), aber auch dies verbunden mit einer so kompetenten wie einfühlsamen Betreuung der Patienten.