Mannheim Sauberkeit und Einzelhandel

Bei Wind und Wetter für eine saubere Innenstadt im Einsatz (v.l.): Bernd Schölles (Abfallwirtschaft), Jean Marie Lanoix (Team Picobello Stadtmüllsauger), Bürgermeisterin Felicitas Kubala, Christiane Ram (Leiterin Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung), Hayrettin Dilmac (Team Picobello Stadtmüllsauger). Foto: Stadt Mannheim

Mannheim ist mit über 500 Fachgeschäften, rund 200.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und fünf Kilometern Schaufensterfront in der Innenstadt die größte „Open Air Mall“ in der Metropolregion Rhein-Neckar. Rund 10.000 Menschen sind im Einzelhandel beschäftigt. Mannheim ist als Einzelhandelsstandort außerordentlich attraktiv und zieht viele Kunden aus dem Umland an. Da muss auch das äußere Erscheinungsbild der City stimmen. Denn eine saubere Stadt wirkt sympathisch, Bürger, Kunden und Besucher halten sich hier gerne auf, sie fühlen sich wohl. Eine saubere Stadt erhöht die Lebensqualität. Sie lädt zum Stadtbummel und Verweilen ein, ist damit auch Wirtschafts- und Tourismusfaktor, vor allem im Innenstadtbereich. Deshalb haben das Dezernat V und der Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim beschlossen, gemeinsam Projekte für ein sauberes Stadtbild zu entwickeln.

„Sauberkeit und Wirtschaftskraft einer Stadt hängen zusammen. Wenn eine Stadt einladend und sauber ist, zieht sie mehr Einkaufswillige an. Das äußere Erscheinungsbild ist auch bedeutsam bei der Entscheidung, in einer Stadt zu arbeiten und zu leben oder hier ein Unternehmen zu gründen. Deshalb haben wir uns entschlossen, gemeinsam Projekte zu entwickeln“, erläutert Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala. Und sie ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass der Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung für die diesjährigen Adventssamstage unseren Stadtmüllsauger ‚engagiert’ hat. Das ist quasi der ‚Startschuss’ für unsere Zusammenarbeit. Dass das Thema Sauberkeit auch dem Gemeinderat sehr wichtig ist, haben die Beschlüsse zum neuen Doppelhaushalt gezeigt, in dessen Rahmen uns jetzt 500.000 Euro zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt wurden, die wir in diesem Sinne nutzen wollen“, so Kubala weiter.

„Die Attraktivität des Einkaufsstandortes Mannheim ist und bleibt zentral wichtiges Thema der Mannheimer Wirtschaftsförderung. Das Thema Sauberkeit in den Fußgängerzonen sowie den Stichstraßen gehört unbedingt dazu. Als Initialzündung haben wir an den fünf Samstagen in der Weihnachtszeit wie auch bereits am verkaufsoffenen Sonntag zusätzliche Reinigung beauftragt. Eine gepflegte und schön geschmückte Innenstadt soll Lust auf Shopping machen“, erklärt Christiane Ram, Leiterin des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung. Die zusätzlichen Reinigungstrupps sind samstags von 13.00 – 20.30 Uhr mit vier Mitarbeitern und zwei Picobello Stadtmüllsaugern unterwegs.

Sauberkeit in der Fußgängerzone

Die Fußgängerzone wird von der Stadtreinigung regelmäßig intensiv betreut. Hier und rund um den Hauptbahnhof wird täglich, auch an Sonn- und Feiertagen, vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft gesäubert. Die Stadtreinigung beginnt dabei routinemäßig um 6.00 Uhr mit einer maschinellen und manuellen Reinigung und der Leerung aller Papierkörbe. Diese Grundreinigung ist in der Regel bis 8.30 Uhr und damit vor Einsetzen des Lieferverkehrs, abgeschlossen.

Planken und Breite Straße werden außerdem – angepasst an die Ladenöffnungszeiten – von Montag bis Freitag bis ca. 21.30 Uhr (Samstag bis 21.00 Uhr), zwei bis dreimal täglich kontrolliert und bei Bedarf wird wiederholt schwerpunktmäßig manuell gereinigt und es werden die Papierkörbe geleert. Ein Serviceteam von drei Stadtreinigern kümmert sich von Montag bis Freitag um die Sauberkeit der Bänke und Beleuchtungen und entfernt auch wilde Plakatierungen. Dabei achtet das Team der Stadtreinigung auf die Umwelt, denn zum Transport nutzt man ein Elektrofahrzeug und setzt den elektrischen Stadtmüllsauger ein.

Gemeinsam die Probleme in der Innenstadt angehen

Die Aktion Picobello², bei der in der östlichen und in der westlichen Unterstadt über einen Zeitraum von insgesamt rund vier Monaten gründlich von der Stadtreinigung auch dort sauber gemacht wurde, wo eigentlich die Anlieger in der Pflicht sind, hat deutlich gezeigt, wie sich „das Gesicht“ eines Stadtquartiers verändern kann, wenn es sauber ist. „Leider war dieses Projekt nicht nachhaltig und deshalb ist es so wichtig, dass wir für eine nachhaltige Sauberkeit in der Innenstadt im Gespräch bleiben, zum Beispiel auch mit dem Einzelhandel“, so Kubala. Denn Events und Großveranstaltungen erfordern zusätzliches Personal und spezielle Geräte sowie Wochenend- oder Nachteinsätze. Und die Hinterlassenschaften von Fast Food-Restaurants und der Verkaufsstätten, die ihre Angebote in Einweggeschirr anbieten, bedeuten zusätzliche Leistungen der Stadtreinigung.