Niederbrücklplatz

Foto: Stadt Mannheim

„Hier wird der Anspruch der Nachhaltigkeit gemeinsam gelebt“, lobte Mannheims Bürgermeister Lothar Quast die Aktiven der Lokalen Agenda 21 im Mannheimer Stadtteil Neckarau, die mit zahlreichen Maßnahmen und ehrenamtlicher Arbeit den ehemaligen Festplatz am Niederbrückl verschönerten und renaturiert haben. Zum Dank dafür war Quast deshalb nach Neckarau gekommen, um einen Beschluss des Gemeinderates zu vollziehen: So heißt die Verkehrsfläche zwischen zwei Aufeldwegen nun offiziell „Niederbrücklplatz“.

Der Name erinnert an eine der drei Brücken, die an dieser Stelle bis in die 1920er Jahre über einen Neckararm hinweg Neckarau und das Niederfeld verbunden hatte. Lothar Quast sah die Namensgebung mit der Enthüllung des neuen Verkehrsschildes als „Ansporn, den gemeinsamen Gedanken der Nachhaltigkeit weiter voranzubringen.“ Schließlich sei die Aktivität der Lokalen Agenda gleichermaßen von mustergültiger Bedeutung sowie ein wichtiger Beitrag für das Gemeinwohl und die Gesellschaft insgesamt. „Der Platz steht beispielhaft für die Vielfalt, die die Lokale Agenda leistet“, lobte der Bürgermeister und nannte als Beispiel die Randbepflanzung mit Wiesengräsern, Sträuchern und einem gespendeten Baum auf dem neuen Niederbrücklplatz, die der Verkehrsfläche nicht nur ein Stück Natur zurückgab, sondern gleichzeitig die Fahrzeuge aus einem Platzbereich heraushielt, „an dem sie nun wirklich nichts zu suchen hatten“, so Quast.

Es sei ein erster, kleiner Schritt in der Umgestaltung der gesamten Fläche. Gemeinsam mit der Verwaltung hatten die in der Lokalen Agenda vereinten Organisationen auch schon ein Gesamtkonzept für den Platz entwickelt. Rund 300.000 Euro soll demnach die komplette Umgestaltung der vornehmlich als Schotterparkplatz genutzten Fläche kosten. „Es ist uns nicht gelungen, dieses Geld in den aktuellen Doppelhaushalt für die Jahre 2016/17 zu bekommen“, räumte Quast ein. „Aber das Konzept steht weiter auf der Liste und die nächsten Haushaltsberatungen beginnen in Kürze“, machte er den Aktiven für die Nachhaltigkeit in Neckarau Hoffnung. Er wertete die Umbenennung deshalb als Beginn einer Entwicklung.