Schlaflabor TKH

16 hochauflösende Monitore mit integriertem Hochleistungsrechner stehen im Halbrund angeordnet. Foto: Theresienkrankenhaus Mannheim

16 hochauflösende Monitore mit integriertem Hochleistungsrechner stehen im Halbrund angeordnet – in der Mitte sitzt Oberärztin Judith Schmitt und blickt konzentriert auf eine der Anzeigen. Sie liest die grafische Auswertung der Schlafgewohnheiten eines Patienten aus. Die Ärztin und Schlafmedizinerin ist eine der Verantwortlichen für die neue Hochleistungs-Computer-Anlage im Schlaflabor des Mannheimer Theresienkrankenhauses (TKH). Das Haus hat in die Anschaffung neuester Geräte und Software investiert, um Schlaf-Apnoe-Patienten besser analysieren und damit gezielter behandeln zu können.

„Die Hardware ist wesentlich leistungsfähiger und die Software genügt international anerkannten Auswerteregeln“, erläutert Schmitt die Vorteile der neuen Geräte. Nun ist auch eine Steuerung der Therapie- und Beatmungsgeräte in den einzelnen Patientenzimmern möglich, ohne dass eine Pflegekraft das Zimmer betreten und damit eventuell die Nachtruhe der Patienten stören muss. Auch die Bewegungen der Schlafenden geben Aufschluss über deren Schlafphase und den Grad der Erholung. Deshalb werden die Patienten auch per Video überwacht. „Die neue Anlage hat ein wesentlich besseres Bild und ermöglicht so genauere Interpretationen des Schlafverhaltens“, erläutert Judith Schmitt.

Insbesondere, um Fahrtauglichkeitsprüfungen bei Patienten mit ausgeprägter Schläfrigkeit durchführen zu können, wurde ein Gerät zur Messung der Pupillograhie neu angeschafft. Das Gerät, das aus einer Kamera, einem PC und einer Brille besteht, misst in einer monotonen Situation, wie schnell sich die Pupillen eines Patienten bewegen. Die Bewegung gibt Aufschluss darüber, wie wach ein Patient ist und dient damit als Grundlage zur Einschätzung der Fahrtauglichkeit.

Die Nachfrage an schlafmedizinischen Therapieangeboten ist sehr hoch

Auch in den Patientenzimmern hat sich einiges getan: Dort wurden die technischen Geräte in eigens dafür gebauten Schränken untergebracht. So finden die Patienten im Schlaflabor ein ästhetischeres Umfeld und mehr Komfort vor. Die Nachfrage an schlafmedizinischen Therapieangeboten ist sehr hoch, so dass die 16 Messplätze im Schlaflabor häufig Wochen im Voraus vergeben sind. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir für unsere Patienten eine hochmoderne und umfassende Testbatterie an schlafmedizinischen Untersuchungen einsetzen können“, freut sich Prof. Dr. Maritta Orth, Chefärztin der Abteilung Pneumologie am Theresienkrankenhaus.