NAKO Mannheim

Tanja Höpker, Leiterin des Studienzentrums Mannheim, überreicht dem 600. Teilnehmer, Manfred Klapper, einen Blumenstrauß. Foto: dkfz.de

Am 8. Mai 2014 eröffnete das Studienzentrum Mannheim von Deutschlands größter Gesundheitsstudie, der Nationalen Kohorte (NAKO). Ein Jahr danach begrüßte der Standort Mannheim seinen 600. Teilnehmer. „Die Gesundheitsstudie ist eine sinnvolle Sache. Denn auf lange Sicht werden wir alle von den Ergebnissen profitieren“, erklärte Manfred Klapper seine Motivation mitzumachen. Deutschlandweit werden rund 200.000 Teilnehmer in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und zu ihren Lebensgewohnheiten und ihrem sozialen Umfeld befragt. Ziel der Studie ist es, Ursachen und Risikofaktoren für die wichtigsten Volkskrankheiten zu erforschen.

Wer bleibt gesund und wer wird krank? Wie lässt sich dies erklären und welche vorbeugenden Maßnahmen lassen sich daraus ableiten? Das sind die grundlegenden Fragen der bundesweit größten Studie zu Prävention und Früherkennung von häufigen Volkskrankheiten. Mit seinem Besuch im Studienzentrum Mannheim hat auch Manfred Klapper zur Beantwortung dieser Fragen beigetragen. „Die Untersuchungen waren ein schönes Erlebnis für mich. Der Ablauf war bestens organisiert und es gab keine unnötigen Wartezeiten“, beschrieb der Mannheimer seinen ereignisreichen Tag im Studienstandort Mannheim. Der gelernte Krankenpfleger zögerte nicht lange, der Einladung zur Nationalen Kohorte zu folgen. „Als Teilnehmer muss ich lediglich ein wenig Zeit investieren. Das ist ein vergleichbar kleines Opfer angesichts der Möglichkeiten, die in der Studie stecken“, berichtete Manfred Klapper.

Teilnehmer werden per Zufallsprinzip ausgewählt und angeschrieben

Um alle verschiedenen Gruppen der Bevölkerung so genau wie möglich zu erfassen, werden die Teilnehmer per Zufallsprinzip vom Einwohnermeldeamt ausgewählt und angeschrieben. Bis 2018 sollen 10.000 Probanden in Mannheim untersucht werden. „Wir freuen uns, mit dem 600. Teilnehmer einen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben“, freut sich Dr. Karin Halina Greiser, wissenschaftliche Leiterin des Studienzentrums Mannheim. Denn die NAKO ist darauf angewiesen, dass die Bevölkerung mitmacht. „Sollten Sie Post von der NAKO im Briefkasten finden, öffnen Sie sie und melden Sie sich an. Denn jeder Einzelne zählt, um die Gesundheitssituation in Deutschland zu verbessern“, appelliert Tanja Höpker, Leiterin des Mannheimer Standorts.

Die NAKO untersucht in den nächsten 10 Jahren bundesweit 200.000 Bürger zwischen 20 und 69 Jahren in 18 Studienzentren. Ziel ist es, typischen Volkskrankheiten, wie Krebs, Demenz, Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes besser vorbeugen zu können, sie früher zu erkennen und sie effektiver zu behandeln. Um besser zu verstehen, wie die Entstehung dieser Krankheiten mit dem Lebensstil der Betroffenen zusammenhängt, untersuchen die Ärzte des Studienzentrums die Probanden nicht nur medizinisch, sondern stellen auch Fragen zu ihren Lebensgewohnheiten, wie sie sich ernähren, wie viel sie sich bewegen, wie ihre Arbeitssituation und ihr soziales Umfeld aussehen. Der Termin dauert je nach Untersuchungsprogramm 3,5 – 6 Stunden. Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer ihre Untersuchungsergebnisse per Post. Nach vier Jahren werden die Probanden noch einmal zu einem zweiten Termin eingeladen. Eine Teilnahme ohne Einladung ist nicht möglich.

Weitere Informationen:
www.nationale-kohorte.de