Wiederbelebung

Wiederbelebungsübung. Fotos: Theresienkrankenhaus Mannheim

Der Mannheimer Caritasverband und die Agentur für Arbeit Mannheim haben in Kooperation mit dem Theresienkrankenhaus (TKH) Ende Oktober 2013 zum dritten Mal zur Ausbildungsmesse „GoSocial!“ ins TKH eingeladen. Auf der Messe standen zahlreiche Aussteller bereit, um speziell über die Karrieremöglichkeiten in sozialen Berufen zu informieren. Neben den Veranstaltern präsentierten außerdem die Familiengenossenschaft eG, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Evangelische Kirche Mannheim, Hebammenschule der Evangelischen Diakonissenanstalt, das Interkulturelle Bildungszentrum Mannheim, die Kinderheime St. Josef und St. Anton, das Jugendamt der Stadt Mannheim, die Vinzenz-von-Paul-Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe ihre beruflichen Schwerpunkte. An den Ständen wurden zahlreiche Pflegeberufe vorgestellt.

Die Agentur für Arbeit stand mit ihren Experten der Berufsberatung für alle Fragen rund um Ausbildung und Studium in Pflege-, Gesundheits- und Erziehungsberufen zur Verfügung. Darüber hinaus konnte sich jeder Gast über Filme aus „BerufeTV“ einen Eindruck zu den eigenen Wunschberufen in diesen Bereichen verschaffen. Ulrich Manz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mannheim, weist auf die wachsende Bedeutung von Sozial- und Pflegeberufen hin: „Die demografische Entwicklung sowie der erhöhte Bedarf an Kinderbetreuung wegen der verstärkten Erwerbsbeteiligung von Frauen lässt den Bedarf an Pflegekräften sowie Erzieherinnen und Erziehern steigen. Dabei ist in dieser Branche bereits heute ein erheblicher Fachkräftebedarf erkennbar.“ Mit ihren Beratungsangeboten leistet die Agentur für Arbeit Mannheim einen wichtigen Beitrag, um möglichst viele kompetente Fachkräfte im Gesundheits-, Sozial- und Pflegebereich zu gewinnen.

Intensivpflege

Auch die Intensivpflege wurde bei der Ausbildungsmesse präsentiert.

Auch konnte man in den praktischen Arbeitsalltag hineinschnuppern. An den zahlreichen Ständen wurden allerlei Pflegeberufe vorgestellt: So konnten die Besucher bei den Hebammen an Modellen der Gebärmutter nachvollziehen wie eine Geburt abläuft und welche Rolle die Geburtshelfer dabei spielen. Besonders reges Interesse gab es am Stand der Intensivpflege: Ein Mitarbeiter zeigte, wie ein bettlägeriger Patient mit Hilfe eines elektronisch gesteuerten Bettes gelagert werden kann, um Druckstellen zu vermeiden. Auch die OP-Pflegekräfte gewährten Einblicke in ihren medizinisch-technischen Arbeitsalltag. Mitarbeiterinnen aus der Hauswirtschaft und Pflegekräfte des Theresienkrankenhauses stellten an ihren Ständen ihr Metier vor, Sozialpädagogen gaben bei der Caritas Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Jede halbe Stunde brachten Shuttlebusse Interessierte zu sozialen Einrichtungen. Im Kindergarten St. Michael, aber auch im Pflegeheim Maria Frieden, konnten die Jugendlichen Einblicke in die praktische Arbeit des Erziehers und des Altenpflegers gewinnen. Vor Ort standen erfahrene Mitarbeiter bereit, um mögliche Ausbildungsgänge und den späteren Beruf zu erläutern.

Die Resonanz der Messebesucher und Aussteller war wie in den vergangenen Jahren ausnahmslos positiv. Dies bestätigt auch die wachsende Besucherzahl. In diesem Jahr kamen mehr als 400 Interessierte. Auffallend war diesmal, dass sich die Jugendlichen vermehrt für ein Studium in den sozialen Fachbereichen interessierten. Unter den Besuchern befanden sich aber auch spürbar mehr Ältere, die sich über eine Umschulung zum Altenpfleger oder Erzieher informierten.