Die Mannheimer Grünen begrüßen die geplante Umgestaltung im Herzogenriedpark und die stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse der Tiere. Nun fordern sie auch ein Handeln im Luisenpark. Denn auch dort sind seit vielen Jahren die Lebensverhältnisse der Tiere nicht optimal und die Begegnungsmöglichkeiten von Mensch und Tier verbesserbar.

Stadträtin Natascha Werning, Mitglied im Stadtpark-Aufsichtsrat und tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Gemeinderatsfraktion: „Wir freuen uns, dass im Herzogenriedpark eine artgerechte Unterbringung der Tiere angestrebt wird. Doch auch im Luisenpark sind viele Dinge nicht zum Besten der Tiere. Bei den Eulen wurden bereits Maßnahmen ergriffen und die Gehege vergrößert. Das reicht allerdings nicht, da Vögel unseres Erachtens nach in die Freiheit gehören, doch es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch bei den Aquarien, die längst veraltet sind und den Fischen in keiner Weise gerecht werden, sind Umbaumaßnahmen eingeleitet. Bei den Terrarien und dem Pinguingehege müsste dies ebenfalls noch geschehen. Diese sind, wenngleich wir das Einsperren von wild gefangenen Tieren generell ablehnen, ebenso vergrößerungswürdig. Grundsätzlich gilt es zu überdenken, ob bestimmte Tierarten im Luisenpark überhaupt artgerecht gehalten werden können.”

Mathias Meder, stellvertretender Grünen-Fraktionsvorsitzender und Stadtrat (Schwetzingerstadt): „Die Einrichtung eines Streichelzoos im Herzogenriedpark ist zu begrüßen – doch es häufen sich auch die Anfragen der Bürgerinnen und Bürger, die Begegnungen von Mensch und Tier auch im Luisenpark wünschen. Hier gab es vor einigen Jahren bereits einen Streichelzoo, der heute jedoch praktisch nicht mehr existiert. Auch die ursprüngliche Idee des Bauernhofes als umweltpädagogisches Projekt lässt viele Verbesserungsmöglichkeiten offen. Wir möchten daher nicht erst zur Bundesgartenschau 2023 auch im Luisenpark entsprechende Verbesserungen angehen.”