Wegen der warmen Frühlingswitterung setzt dieses Jahr deutlich früher als üblich der Maikäferflug des „Südhessenstamms“ im Käfertaler Wald ein. Während in der Vergangenheit der Maikäfer seinem Namen alle Ehre machte, wurden aktuell bereits Anfang April die ersten Individuen von Revierleiter Axel Dahlheimer beobachtet. Die forstliche Versuchsanstalt prognostiziert für 2014 nur einen geringen Flug. Bestätigt wird das auch durch Probegrabungen, die im Herbst 2013 durchgeführt wurden. In nur fünf von 126 Bodeneinschlägen wurden tatsächlich Maikäfer gefunden, die jetzt ausfliegen. Bemerkenswert ist allerdings, dass vermehrt einjährige Maikäferengerlinge angetroffen wurden. Ein Hinweis darauf, dass sich durch die trocken-heißen Sommer der letzten Jahre die Entwicklungszeit der Larven teilweise von vier auf drei Jahre verkürzt hat und sich so ein neuer „Nebenstamm“ entwickeln konnte. Seit 12 Jahren findet im Käfertaler Wald keine Bekämpfung der Maikäfer mehr statt – wegen der geringen Maikäferdichte auch 2014 nicht.