Nahezu täglich müssen die Ärzte der HNO-Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) einen Patienten mit einer Tumor-Diagnose konfrontieren: Mit einer Krebserkrankung beispielsweise im Bereich des Rachens, des Kehlkopfes oder der Mundhöhle. Dass die dann folgende Behandlung den Fortschritt des medizinischen Wissens in besonderer Weise berücksichtigt, kann die von Prof. Dr. Karl Hörmann geleitete Klinik nun auch nach außen hin belegen: Ihr Kopf-Hals-Tumor-Zentrum ist von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert worden, wurde also gleichsam mit einem Gütesiegel versehen.

„Bundesweit gibt es elf solcher Zentren mit diesem Zertifikat. Dass wir dazu gehören, ist eine schöne Anerkennung für unsere Arbeit“, freut sich Prof. Dr. Boris Stuck, der als Koordinator des Zentrums mit seinem Team umfassende Vorbereitungen für die Zertifizierung geleistet hat. Gewürdigt worden sei zum einen das hohe Niveau bei Diagnostik und Therapie, zum anderen die gute Zusammenarbeit mit anderen beteiligten Disziplinen wie z.B. der medizinischen Onkologie und ihrem chemotherapeutischen Ansatz oder der Strahlentherapie.

Eingebunden sind die Krebsspezialisten der HNO in das Interdisziplinäre Tumorzentrum Mannheim (ITM). Zu den Patienten des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums gehören auch diejenigen, bei denen sich ein zweiter Tumor in dieser Körperregion gebildet hat, und diejenigen, bei denen die Erkrankung nach ursprünglich erfolgreicher Behandlung erneut auftritt. „Wir sprechen dann von einem Rezidiv“, so Prof. Stuck. „Gerade bei Kopf-Hals-Tumoren leider keine ganz seltene Entwicklung, folglich ein Grund mehr, sich zur Behandlung an ein Zentrum mit nachgewiesener Erfahrung auf diesem Gebiet zu wenden.“