Auch in 2016 wird die Mannheimer Reißinsel wieder vom 1. März bis zum 30. Juni gesperrt. Spaziergänger müssen in dieser Zeit auf Routen im Waldpark ausweichen, um den geschützten Tieren und Pflanzen auf der Reißinsel eine Ruhepause zu ermöglichen. Dank der Ruhephase können hier seltene und schützenswerte Vogelarten ihren Nachwuchs ungestört aufziehen. Doch nicht nur die Tierwelt profitiert von dieser Pause, sondern auch die Pflanzen. „Illegal entstandene Trampelpfade können wieder zuwachsen, die Vegetation kann sich ungestört entfalten“, berichtet Markus Roeingh, Leiter des Fachbereichs Grünflächen und Umwelt.

Die vorübergehende Sperrung hilft so, die Schönheit und Kostbarkeit dieses Naturschutzgebiets zu erhalten. Umso attraktiver ist dann auch ein Spaziergang durch die urwüchsigen Auwälder und die weitläufigen Streuobstwiesen, wenn die Sperrzeit vorbei ist. „Die Reißinsel ist eine der letzten natürlich vorkommenden Rheinauen im Oberrheingebiet und landschaftlich sehr reizvoll. Sie zieht Vogel-Begeisterte und Naturschutz-Fachleute aus der gesamten Region an“, so Roeingh. Weil die Reißinsel auch außerhalb der jährlichen Sperrzeit ein wichtiger Rückzugsort für Vögel ist, appelliert Markus Roeingh eindringlich, die Wege beim Spazierengehen nicht zu verlassen, das Rad nicht mitzunehmen und das Schutzgebiet nicht mit Hunden zu betreten.

Weitere Informationen rund um die Themen Natur- und Artenschutz:
www.mannheim.de > Bürger sein > Umwelt > Natur- und Artenschutz