Kleidung ist unsere zweite Haut. Dass uns unser Äußeres wichtig ist, beweisen wir Tag für Tag an der Ladentheke: In Deutschland kaufen wir jährlich rund 12 Kilogramm Kleidung pro Person und liegen damit weit über dem weltweiten Durchschnitt. In den letzten Monaten häufen sich Horrormeldungen von Fabrikbränden und -einstürzen in der Textilindustrie. Doch wo genau unsere Kleidung herkommt, unter welchen Bedingungen sie hergestellt wird und welche Auswirkungen das auf die Menschen hat, die sie herstellen, wissen wir meist nicht.

Die Wanderausstellung „Im Fadenkreuz“, die vom 20. August bis 5. September 2013 in der Mannheimer Zentralbibliothek (Stadthaus N 1) Station macht, veranschaulicht mit 13 Ausstellungstafeln die textile Kette am Beispiel einer Jeans. Dabei werden einerseits der Produktionsprozess sowie andererseits Zusammenhänge zwischen Angebot und Nachfrage am globalen Markt problematisiert und Alternativen zum konventionellen Handel aufgezeigt. Ziel der Ausstellung ist es, Bewusstsein für globale Produktionsabläufe und die Konsequenzen am anderen Ende der textilen Kette zu schaffen. Zugleich wird auf Handlungsoptionen für den Einzelnen hierzulande hingewiesen – welche Alternativen gibt es zur Ausbeutung von Mensch und Umwelt in der Textilindustrie?

Die Wanderausstellung ist für Erwachsene und Jugendliche geeignet, die gerne einen Blick hinter die Kulissen werfen. Zur Eröffnung der Veranstaltung gibt es am 20. August (17.00 Uhr) eine öffentliche Führung mit anschließender Diskussion. Veranstalter ist der Eine-Welt-Forum Mannheim e.V. in Kooperation mit der Zentralbibliothek.