Herzkissen

Frank Schneider, Rebekka Schneider-Wegmann und Prof. Dr. Marc Sütterlin (v.l.) – mit nur einigen der insgesamt 120 Tüten, in denen sich je ein Herzkissen befindet. Foto: Universitätsmedizin Mannheim

Diese Spende kam im wahrsten Sinne des Wortes von Herzen: 120 in bunte Tüten verpackte herzförmige Kissen hat Rebekka Schneider-Wegmann in abendfüllender Arbeit genäht. Übergeben hat sie die Herzkissen jetzt gemeinsam mit ihrem Mann Frank in der Frauenklinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) – denn mit den weichen Stoffkissen hat es eine besondere Bewandtnis: Gedacht sind sie für Patientinnen, die wegen einer Krebserkrankung an Brust oder Achselhöhle operiert wurden. Zweck ist es, ein möglicherweise verbliebenes Druckgefühl oder gar Schmerzen zu lindern. Dazu lassen sie sich prima unter den Arm klemmen und wirken dort wie ein schützendes Polster.

„Eine tolle Sache“, freute sich Klinikdirektor Prof. Dr. Marc Sütterlin, „denn die Herzkissen bieten nicht nur eine praktische Hilfe, sondern auch emotionale Unterstützung.“ So kam – um sprachlich im Bilde zu bleiben – auch sein Dank von Herzen, denn als Gynäkologe weiß er um die Bedeutung einer derartigen Unterstützung für Frauen, die eine Brustkrebs-Erkrankung überwinden müssen. „Alles Gute, viel Kraft, Hoffnung und Zuversicht“ wünschen Kärtchen, die an den Tüten mit dem kuscheligen Inhalt angebracht sind. Die Idee dazu hat eine dänische Krankenschwester vor einigen Jahren aus den USA „importiert“, die Schablonen für den Stoff sind als Markenzeichen des “Heart Pillow Projects” geschützt, um die Kissen vor einer kommerziellen Verwendung zu bewahren.

Rebekka Schneider-Wegmann, früher Mitarbeiterin in der UMM-Strahlentherapie und inzwischen Medizinstudentin an der Mannheimer Fakultät, hat diese Idee mit Begeisterung aufgegriffen und gleich an ihrer Nähmaschine losgelegt. Bei 60 Grad waschbar, sollen sich die Kissen als treue Begleiter in einer schweren Zeit erweisen.

Das Projekt

Die Aktion mit den Herzkissen ist in den USA unter der Bezeichnung „Heart Pillow Project“ an einem Brustkrebszentrum entwickelt worden. Nach Europa gebracht hat die Idee die Krankenschwester Nancy Friis-Jensen vom Frederiksberg Hospital (Dänemark).