Verlautbarungen der Politik, Studien der Krankenkassen, Forderungen von Patientenverbänden – immer mehr Stimmen im Gesundheitswesen betonen die Notwendigkeit, Qualität in der Krankenversorgung nicht nur zu behaupten, sondern auch nachzuweisen. Einen weiteren Schritt in eben diese Richtung hat die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) jetzt mit der erneuten Zertifizierung ihrer onkologischen Patientenversorgung getan – nach einem vor-Ort-Besuch von Experten erhielt sie sozusagen ein Gütesiegel für die Behandlung von Krebserkrankungen. Es bildet die Grundlage für darauf aufbauende Überprüfungen all jener Einrichtungen des Mannheimer Universitätsklinikums, in denen die Behandlung von Tumorerkrankungen eine wichtige Rolle spielt.

Die externen Fachleute – erfahrene Krankenhauspraktiker aus Ärzteschaft, Pflege und Verwaltung – überprüften so unterschiedliche Dinge wie die Einbeziehung von Patienten in den Behandlungsablauf, die gezielte Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter und die fachübergreifenden Besprechungen der behandelnden Ärzte. Durchgeführt wurde die Überprüfung von der „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“ (KTQ) – eben diese Organisation hatte das Mannheimer Universitätsklinikum bereits 2004 als bundesweit erstes Universitätsklinikum nach vorgegebenen Kriterien beurteilt und zertifiziert. Klinikumsgeschäftsführer Alfred Dänzer: „Wir haben uns über die Jahre hinweg eine gute Position erarbeitet. Diesen nachweislich hohen Standard gilt es, im Sinne unserer Patienten zu halten und immer wieder zu bestätigen.“