Die Mannheimer Gemeinderatsfraktion der Grünen weist nach der Berichterstattung in der vergangenen Woche  im “Mannheimer Morgen” zur Bismarckstraße daraufhin, dass bereits in der Haushaltsrede der Grünen ein Mobilitätskonzept eingefordert wird. Gleichzeitig halten sie an der zeitnahen Umsetzung des Umbaus der Bismarckstraße fest. In der von der Grünen-Fraktionsvorsitzenden, Gabriele Thirion-Brenneisen, am 19. November 2013 gehaltenen Rede heißt es: „Mobilität studieren. Der Individualverkehr wird – gerade in Ballungsgebieten – immer weiter zurückgedrängt und durch Beförderungsketten ersetzt. Über diese wissen wir noch zu wenig. Die Erstellung einer Mobilitätsstudie für Mannheim in Zusammenarbeit mit der Metropolregion und den Verkehrsunternehmen muss ein Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit sein.”

„Allerdings ist auch der geplante Umbau der Bismarckstraße Teil eines Konzeptes. Im 21-Punkte Programm für mehr Radverkehr, welches einstimmig im Gemeinderat verabschiedet wurde, ist der radgerechte Aus- und Umbau der Hauptverkehrsrouten vorgesehen. Dazu gehört eindeutig die Bismarckstraße. Fahrradstraßen zwischen A und B und L und M sind keine Alternative. Die Gebäude der Uni stehen rechts und links der Bismarckstraße und werden von den Studierenden und den Professorinnen und Professoren mit dem Rad angefahren”, so Stadtrat Gerhard Fontagnier, radverkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Gemeinderatsfraktion.

„Die fünf Millionen werden nur zum kleinen Teil für die Radstreifen benötigt. Zudem fördert das Land den Anteil des Umbaus für den Radverkehr mit 900.000 Euro. Weitere Kosten entstehen durch den barrierefreien Umbau der Haltstellen, neue Abbiegespuren und die Verbesserung der Verkehrsführung für PKW”, stellt der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Wolfgang Raufelder als verkehrspolitischer Sprecher der Gemeinderatsfraktion klar.

Beide sind sich einig mit ihrer Fraktion: „Das Projekt muss jetzt endlich kommen. Wir sind das nicht nur der Universität schuldig. Ein umfassendes Mobilitätskonzept hat die Stadt bitter nötig. Es kann für die Zukunft Planungssicherheit geben”, so die beiden Verkehrspolitiker.