Greenpeace Beluga II

Foto: Philipp Sommer / Greenpeace

Das Aktionsschiff „Beluga II“ von Greenpeace macht auf seiner internationalen „Stop Risking Europe“-Tour auch in Mannheim fest. Die „Beluga II“ liegt vom 17. – 19. Mai 2014 an der Rheinpromenade in Mannheim. Besucher sind am 18. Mai von 10.00 – 18.00 Uhr Uhr herzlich willkommen. Mit dieser Tour macht die unabhängige Umweltorganisation auf die Gefahren aufmerksam, die von den überalterten AKWs in Europa ausgehen. „Die Uralt-Reaktoren sind tickende Zeitbomben. Der Weiterbetrieb ist absolut unverantwortlich“, sagt Vera Neumann, Sprecherin der Greenpeace-Gruppe Mannheim-Heidelberg. „Aus Sicherheitsgründen muss Fessenheim und auch das AKW Philippsburg II, das nahe der Rhein-Neckar-Region liegt, sofort abgeschaltet werden, bevor es zu einem schweren Unfall kommt.“

Seit dem 26. April fährt das Greenpeace-Schiff den Rhein entlang und besucht einige der ältesten Atomkraftwerke in Europa. An Bord der „Beluga II“ informiert eine Ausstellung über die einzelnen Anlagen und darüber hinaus über die Gefahren alternder Atomkraftwerke. Besucher können ihre Stimme gegen die AKWs Fessenheim und Cattenom abgeben und sich an weiteren Mitmach-Aktionen beteiligen. Die Besatzung bietet auch Schiffsführungen an.

Neue Phase des atomaren Risikos

Ein kürzlich veröffentlichter Report von Greenpeace beweise, so die Umweltschützer, dass das steigende Alter von AKWs die Gefahr eines schweren Unfalls erhöhe. In Europa sind 66 der 151 AKWs bereits älter als 30 Jahre, sieben sogar älter als 40 Jahre. Dennoch würden viele Regierungen planen, die Laufzeiten weiter zu verlängern und die Leistung sogar noch zu steigern. Staaten wie Frankreich und die Schweiz ignorierten das Risiko, das von den alternden Systemen ausgehe. Damit beginne für Europa eine neue Phase des atomaren Risikos, so Greenpeace. Die Alterung sei in fast allen europäischen Ländern mit Atomenergie ein drängendes Problem: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Ungarn, Großbritannien, Niederlande, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien und Ukraine. Trotz Nachrüstungen und Reparaturen verschlechtere sich der Gesamtzustand von Atommeilern langfristig durch Materialermüdung und –verschleiß.