Wenig sichere Querungen, viele Raser und zugeparkte Kreuzungen: Viele Anwohner bzw. Eltern und Gewerbetreibende empfinden auf diese Weise die Verkehrssituation in der Mannheimer Mittelstraße. Die SPD-Fraktion fordert in einem Antrag an den Gemeinderat die Verwaltung auf zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, die Neckarstadt-West und insbesondere die Mittelstraße sicherer zu machen.

Stadtrat Reinhold Götz, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksbeirats Neckarstadt-West und Vorsitzender in der Neckarstadt-Ost, fordert: „Bereits 2007 haben wir Tempo 30 in der gesamten Mittelstraße prüfen lassen und konnten damals keine Ausweitung erreichen. Ich bin froh, dass mit unserem Antrag und auch mit dem Schreiben des Elternbeirats der Neckarschule das Thema neu aufgerollt werden kann. Zum einen wollen wir, dass nochmals geprüft wird, inwiefern die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde auf die gesamte Mittelstraße ausgeweitet werden kann. Es stellt sich die Frage, ob die Straßenbahn wegen Tempo 30 tatsächlich den Zeitplan nicht einhalten könnte.“ Weiter sagt Götz: „Es soll geklärt werden, welche weiteren Möglichkeiten wir ergreifen können, damit Kinder die Mittelstraße sicher überqueren können, insbesondere zwischen Herz-Jesu-Kirche und der Straßenbahn-Endhaltestelle. Erste Ideen wären beispielsweise eine Ampel oder ein Zebrastreifen.“

Für den SPD-Bezirksbeiratssprecher der Neckarstadt-West, Thorsten Riehle, steht eine Überlegung im Mittelpunkt: „Die Kinder müssen sich sicher bewegen können. Viele haben hier ihren Schulweg. Auch Kindergärten und Spielplätze finden sich in der Umgebung. In der ohnehin angespannten Situation in der Neckarstadt-West wären Fortschritte bei diesem Thema kleine aber wichtige Zeichen. Auch verstärkte Geschwindigkeitskontrollen könnten möglicherweise helfen.“