Wie die Stadt Mannheim am 27. Februar 2015 mitgeteilt hat, liegen erste Ergebnisse aus untersuchten Bodenproben von landwirtschaftlichen Flächen im Mannheimer Norden vor, auf denen ein Kompost verwendet wurde, der im Verdacht steht, mit polyflorierten Chemikalien (PFC) belastet zu sein. „Über einen mit Papierschlämmen angereicherten Kompost eines privaten Betriebes sind die polyflorierten Chemikalien (PFC) auf die landwirtschaftlich genutzten Flächen gelangt. Nach einer ersten Einschätzung der Messwerte durch die Mannheimer Umweltbehörde liegen in den Bodenproben erhöhte Werte vor. Die Umweltbehörde der Stadt und das Regierungspräsidium Karlsruhe haben aber derzeit keine Hinweise auf eine Gefährdung für Mensch oder Umwelt.

Die Umweltbehörde Mannheim hat die Verwendung des Kompostes vorsorglich per Anordnung untersagt. Des Weiteren wird die Umweltbehörde der Stadt in Abstimmung mit dem Umweltministerium und dem Regierungspräsidium Karlsruhe im Umfeld der belasteten Flächen Grundwasser- und Pflanzenproben entnehmen und untersuchen. Eine Beeinträchtigung des Trinkwassers gibt es nach der Einschätzung der Mannheimer Umweltbehörde nicht. Bei der Bewertung der Proben orientiert man sich an der Klärschlammverordnung, da es noch keine Grenzwerte für die Belastung mit PFC gibt. Die Öffentlichkeit wird unverzüglich informiert, wenn neue Ergebnisse vorliegen“, heißt es von Seiten der Stadt Mannheim. PFC werden in einer Vielzahl von Verbraucherprodukten eingesetzt. Sie werden z.B. in der Textil-, Papier- oder Fotoindustrie verwendet und sind kaum abbaubar.