Mannheim Gesunde Kommune

Bürgermeisterin Dr. Freundlieb (r.) empfängt den Förderpreis „Gesunde Kommune 2013″. Foto: Stadt Mannheim

Erstmalig hat die B 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg in diesem Jahr den Förderpreis „Gesunde Kommune“ ausgelobt. Der BKK-Landesverband Baden-Württemberg, die IKK classic, die Knappschaft und der Verband der Ersatzkassen wollen mit dem Preis das Land Baden-Württemberg bei der Umsetzung der Gesundheitsstrategie unterstützen und gute Beispiele der kommunalen Gesundheitsvorsorge würdigen. Die Jury hat nun ihre Entscheidung getroffen: Zehn Städte und Gemeinden wurden mit dem B 52-Förderpreis „Gesunde Kommune“ ausgezeichnet und erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.200 Euro, das für Zwecke der Gesundheitsförderung eingesetzt werden soll.

Die Stadt Mannheim konnte sich mit ihrem Beitrag durchsetzen, dem Aktionsplan zur Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen. Der Aktionsplan beinhaltet gesundheitsfördernde Maßnahmen und Angebote vom frühesten Kindes- bis zum jungen Erwachsenenalter sowie Angebote für Eltern und Multiplikatoren. Er wurde in 2011 auf Basis einer Studie des Fachbereichs Gesundheit ins Leben gerufen. In der Studie wird die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die die Mannheimer Haupt- und Förderschulen besuchen, untersucht. Die Studie wird seitdem kontinuierlich fortgeschrieben und die Angebote und Maßnahmen regelmäßig evaluiert. Bei dem Aktionsplan handelt es sich um ein gelungenes Beispiel erfolgreicher Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen der Stadtverwaltung Mannheim: Gesundheit, Sport und Freizeit, Kinder und Jugend sowie bestehenden Netzwerken, wobei der Fachbereich Gesundheit federführend ist.

„In einer älter und zahlenmäßig kleiner werdenden Gesellschaft hat der Gesundheitszustand der Bevölkerung einen entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit eines Landes“, erklärte Thorsten Rose, Beauftragter der B 52-Verbändekooperation im Bereich Mannheim. Deshalb seien alle gesellschaftlichen Akteure gefordert, nachhaltig zum Erhalt der Gesundheit der Bürger beizutragen. Die positiven Beispiele der Preisträger zeigten anschaulich, was vor Ort in Sachen Gesundheit bereits geleistet wird. Dennoch benötigen wir mehr Dynamik. Vor allem müssen sich noch mehr Gemeinden und Städte offensiv der Thematik stellen und Prävention und Gesundheitsförderung zu einem selbstverständlichen Teil der Kommunalentwicklung machen“, forderte Rose.

Die Mannheimer Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb freute sich bei der Preisverleihung in Mannheim am 3. Dezember 2013 über diese Wertschätzung gesundheitsförderlichen Handelns auf kommunaler Ebene und sprach der B52-Verbändekooperation ihren Dank aus. Sie wies noch einmal auf die langfristige Bedeutung des kommunalen Engagements hin: „Modellvorhaben und Projekte sind geeignet, um Impulse zu geben und ein Thema in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, müssen dauerhafte Strukturen und Angebote auf kommunaler Ebene implementiert werden. Der Aktionsplan zur Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen der Stadt Mannheim gewährleistet genau dies.“

Bewerben konnten sich Gemeinden, Städte und Stadtteile in Stadtkreisen oder Arbeitsgemeinschaften von Akteuren der Gemeinden, Städte und Stadtteile. Voraussetzung: Der Kreis, in dem der Bewerber sitzt, hat eine Kommunale Gesundheitskonferenz eingerichtet.

Weitere Preisträger sind u.a.:

  • Stadt Heilbronn mit dem Projekt „Gesund aufwachsen in Heilbronn“
  • Stadt Karlsruhe mit dem Projekt „Beschäftigungsangebote durch Imkern in der Stadt“
  • Gemeinde Sulzfeld (Landkreis Karlsruhe) mit dem Projekt „Bürgerdialog – Gesund aufwachsen und leben in Sulzfeld“
  • Gemeinde Oberriexingen (Landkreis Ludwigsburg) mit dem Projekt „Bürgerforum Gesundheit in Oberriexingen“
  • Gemeinde Michelfeld (Landkreis Schwäbisch Hall) mit dem Projekt „Gesund aufwachsen – gesund leben in Michelfeld“

Hintergrund-Info

Zur Arbeitsgemeinschaft B 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg gehören der BKK Landesverband Baden-Württemberg, die IKK classic, der Verband der Ersatzkassen Baden-Württemberg und die Knappschaft – Regionaldirektion München. Etwa 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg vertrauen diesen Krankenkassen und sind bei diesen versichert. Die vier Krankenkassenarten bilden seit vielen Jahren eine einzigartige Kooperationsgemeinschaft, die es so nur in Baden-Württemberg gibt und die es sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsame Interessen und politische Positionen abzustimmen und dadurch Effizienzsteigerungen, Synergieeffekte und noch mehr Qualität für die Versicherten und Patienten zu erreichen.