Die Auslobung für den Ideen- und Realisierungswettbewerb Grünzug Nordost BUGA (Bundesgartenschau) 2023 wurde in der Gemeinderatssitzung in Mannheim am 3. Juni 2014 mit breiter Mehrheit verabschiedet. Im Rahmen des zweistufigen Verfahrens werden Planungsbüros europaweit angeworben, Ideen für die Ausgestaltung des Grünzugs zu entwickeln. Diese orientieren sich an den in den Planungsgruppen entwickelten und vom Gemeinderat bereits beschlossenen Eckpunkten. Die landschaftsplanerische und städtebauliche Auseinandersetzung im Rahmen des Ideen- und Realisierungswettbewerbs soll die Möglichkeit schaffen, unterschiedliche Freiraumtypologien – also verschiedene Arten von Außenräumen, Grün- und Freiflächen – miteinander zu verknüpfen und so den Grünzug Nordost für Mannheim zu realisieren.

„Ich freue mich, dass es in der heutigen Sitzung einen so breiten Konsens für den Wettbewerb und damit ein klares Bekenntnis für die Gestaltung des Grünzugs Nordost gegeben hat. Hier geht es um die Entwicklung eines Freiraums von immenser Größe, in dem zahlreiche soziale, städtebauliche wie ökologische Chancen für unsere Stadtentwicklung liegen“, kommentierte Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Entscheidung im Gemeinderat. Bürgermeister Lothar Quast, in dessen Dezernat die Auslobung des Wettbewerbs erarbeitet wurde, ist sich sicher: „Wir haben ein sehr gutes Verfahren konzipiert, welches die größtmögliche Transparenz für Bürgerinnen und Bürger, wie auch für die Politik gewährt, ein hohes Maß an Fachlichkeit garantiert und über die Region hinaus Aufmerksamkeit erzielen kann“.

Zweistufiges Verfahren unter Einbindung der Bürgerschaft

Das Wettbewerbsverfahren ist zweistufig aufgebaut: In der ersten Stufe sollen sich Teams aus Landschaftsplanern und Experten für Städtebau zusammenfinden. Die teilnehmenden Büros werden über eine europaweite öffentliche Ausschreibung ermittelt, die Teilnehmerzahl ist nicht begrenzt und es findet keine Teilnehmervorauswahl statt. Aus der ersten Wettbewerbsstufe gehen dann – nachdem im Oktober 2014 das Preisgericht getagt hat – die zwei Preisgruppen Landschaftsarchitektur mit fünf bis sieben teilnehmenden Büros und Städtebau mit drei bis fünf teilnehmenden Büros hervor.

Die Bürger werden immer wieder in das Verfahren eingebunden. In der ersten Stufe dient ein öffentliches Kolloquium dem Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten. Es soll möglichst auf dem ehemaligen Kasernengelände Spinelli stattfinden. In der zweiten Stufe erfolgt die Beteiligung der Bürger im Rahmen eines offenen, moderierten Bürgerdialogs in Form eines Workshops mit den teilnehmenden Büros.