Rhein-Haardtbahn

Foto: Rhein-Neckar-Verkehr GmbH

Jetzt im September 2013 blickt die zwischen Mannheim, Ludwigshafen und Bad Dürkheim verkehrende Rhein-Haardtbahn (RHB) auf ihre 100-jährige Geschichte zurück. Mit dem Konzept „RHB 2010“ soll die Jubilarin nun für die Zukunft gerüstet werden.

Rückblick

Vor 50 Jahren zahlte ein Erwachsener für die Strecke Bad-Dürkheim – Mannheim etwa 220 Deutsche Pfennig. Heute muss man dafür tiefer in die Tasche greifen. Dafür gleitet der Zug aber auch geräuscharm durch die Weinberge. Bequeme Sitzpolster sorgen für den nötigen Komfort, eine digitale Anzeige hält den Fahrgast über die nächsten Stationen auf dem Laufenden und ein Knopfdruck reicht, damit sich die Türen am gewünschten Zielort öffnen.

Ein ganzes Jahrhundert liegt hinter der Rhein-Haardtbahn. Sie überstand Kriege und Wirtschaftsflauten, Kostendruck, rückläufige Zuschüsse und nicht zuletzt die Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrs. Am 30. Juni 1911 begann die Geschichte der RHB, auf die sie heute nach 100 Jahren zurück schaut. Der bayerische Prinzregent Luitpold erteilte damals die Konzession zum Bau und Betrieb der Rhein-Haardtbahn. Im Juli desselben Jahres gründeten die Städte Mannheim und Bad Dürkheim die neue Gesellschaft. Und damit entstand die erste direkte Bahnverbindung zwischen der Kurstadt und den Nachbarstädten Mannheim und Ludwigshafen.

Ausblick

Noch heute bildet die Rhein-Haardtbahn – die mittlerweile als RNV-Linie 4 firmiert – die kürzeste und schnellste Schienenverbindung zwischen Mannheim, Ludwigshafen und Bad Dürkheim. Ein Großteil der Strecke ist heute zweigleisig ausgebaut, viele Haltestellen sind barrierefrei gestaltet und verfügen über sogenannte Dynamische Fahrgastinformationsanzeiger.

Durch das Maßnahmenpaket “RHB 2010” soll künftig das Angebot der Rhein-Haardtbahn deutlich aufgewertet und somit die Zukunft der Strecke langfristig gesichert werden. So sollen z.B. Stadtteile entlang der Strecke noch besser erschlossen, die Reisegeschwindigkeit erhöht und das Fahrtenangebot verbessert werden. Für die Realisierung der Maßnahmen fallen Investitionen in Höhe von 20,2 Millionen Euro an. Davon werden ca. 12,1 Millionen Euro als Landeszuschuss erwartet, sodass 8,1 Millionen Euro vor Ort gestemmt werden müssen.