Mannheims Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala stellte am 8. Juli 2014 im Ausschuss für Umwelt und Technik die städtische Klimaschutzstrategie für 2014/15 vor. Sie ging dabei auf den aktuellen Umsetzungsstand der Klimaschutzkonzeption 2020 ein, die eine Minderung des gesamtstädtischen CO2-Ausstoßes bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 vorsieht. Außerdem benannte sie Schwerpunkte, die durch ihr Dezernat künftig noch stärker in den Fokus genommen werden sollen.

„Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die alle Verwaltungseinheiten fordert und auf den verschiedensten Handlungsfeldern umgesetzt werden muss – von Maßnahmen zur Energieeinsparung über eine klimafreundliche Mobilität bis zum schonenden Umgang mit Ressourcen“, so die Bürgermeisterin. Sämtliche städtische Klimaschutzmaßnahmen werden künftig in der Kampagne „Mannheim auf Klimakurs“ gebündelt. Die Stadt verfügt damit über eine wahrnehmbare Marke für den Klimaschutz, die kontinuierlich weiter ausgebaut werden soll. Die Kampagne besteht aus den drei Schwerpunktbereichen „Vorbild Stadt“, „Im Quartier“ und „Aktiv & Engagiert“:

  • „Mannheim auf Klimakurs – Vorbild Stadt“ umfasst sämtliche Aktivitäten von Verwaltung und stadteigenen Betrieben zur Minderung von CO2-Emissionen zusammen – dies betrifft z.B. die energetische Sanierung stadteigener Liegenschaften oder die Anschaffung klimafreundlicher Elektroautos bei den Eigenbetrieben.
  • „Mannheim auf Klimakurs – Im Quartier“ beschreibt die Fokussierung von Beratungsangeboten und städtischen Förderprogrammen zur energetischen Sanierung in bestimmten Quartieren. Beratung und Förderung können so ineinander greifen und noch stärkere Erfolge erzielen. Aber auch die Einwerbung von EU- oder Bundesmitteln für die Erstellung und Umsetzung von Energiekonzepten auf Quartiersebene fällt in diesen Bereich.
  • „Mannheim auf Klimakurs – Aktiv & Engagiert“ fasst diejenigen Maßnahmen zusammen, die Akteure aus der Stadtgesellschaft für den Klimaschutz begeistern und zum Mitmachen anregen sollen, wie z.B. die jährliche Wette zur Earth Hour, der städtische Umweltpreis oder die Nutzermotivationskampagne für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

„Nicht zuletzt bietet auch die Entwicklung der Konversionsflächen die Chance, innovative Konzepte für Energieversorgung, effizientes Bauen und zukunftsfähige Mobilität zu realisieren und damit eine ökologische Stadtentwicklung voranzutreiben“, so Bürgermeisterin Kubala weiter. Das Umweltdezernat hat hier entscheidende Konzepte und Projekte mit auf den Weg gebracht und durch die Klimaschutzleitstelle unterstützt. Dies betrifft z.B. die Strategie „blue_village_franklin“, ein auf dem Benjamin Franklin-Areal überregional bedeutsames Modellquartier für Energieeffizienz, Energieerzeugung, Smart Grids und (Elektro-)Mobilität zu schaffen. Das RegioWIN-Förderprojekt CORE Energieeffizienzzentrum Rhein-Neckar, das ein wesentlicher Baustein dieser Strategie ist, wurde ebenfalls im Ausschuss beraten.