Zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember macht sich die Stadt Mannheim wieder für die Aufklärung stark: Mit einer Kampagne der besonderen Art geht der Fachbereich Gesundheit an den Start. Durch eine Plakataktion in den Straßenbahnen der Linie 5 (OEG) wird zwei Wochen lang auf die Beratungs- und Testangebote in der Metropolregion Rhein-Neckar hingewiesen. Diese Aktion findet in Kooperation mit dem HIV-STI Netzwerk Rhein-Neckar statt.

Zusätzlich wird es am Donnerstag, 12. Dezember 2013, eine Beratungs- und Testaktion für „Männer, die Sex mit Männern haben“ geben. Wie in den vergangenen Jahren können sich interessierte Personen anonym und kostenlos auf HIV und Syphilis testen lassen. Die Aktion findet ab 18.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Alphornstraße 2a) statt und wird von der städtischen Beratungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen / AIDS–Beratung in Zusammenarbeit mit KOSI.MA, dem Kompetenzzentrum für sexuell übertragbare Infektionen, durchgeführt.

Die Beratungs- und Testangebote des Fachbereichs Gesundheit zu sexuell übertragbaren Infektionen (z.B. HIV, Syphilis, Chlamydien) wurden auch in 2013 von vielen Menschen in Anspruch genommen. „Diese rege Inanspruchnahme verdeutlicht, wie wichtig die Bereitstellung dieser Angebote für die Gesellschaft ist“, so Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb. Weiter betonte sie, dass „bei rechtzeitiger Diagnose einer HIV-Infektion durch die heute zur Verfügung stehenden Therapien der Ausbruch der AIDS-Erkrankung sehr lange verhindert werden kann. Aufgrund guter Behandlungsmöglichkeiten haben Menschen mit HIV in Deutschland eine annähernd normale Lebenserwartung“.

In Deutschland leben, laut Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, ca. 78.000 HIV-positive Menschen. In 2012 haben sich 2.941 Menschen mit HIV neuinfiziert. In Mannheim wurden bis zum 30. Juni 2013 bereits 18 Neudiagnosen einer HIV-Infektion gemeldet. In 2012 belief sich die Anzahl der Neudiagnosen in Mannheim auf 33 Meldungen. Der größte Teil entfällt dabei auf „Männer, die Sex mit Männern haben“. Der Anteil von Männern bei den neu diagnostizierten Infektionen entspricht über 80 Prozent. Die AIDS-Todesfälle in Mannheim und der angrenzenden Region sind in den letzten Jahren zurückgegangen. Die Ursachen hierfür liegen vor allem in den erheblichen Fortschritten der modernen Kombinationstherapien, aber auch in der Entwicklung besserer Behandlungsmethoden im fortgeschrittenen Stadium von AIDS.

Insgesamt gibt es in Deutschland im internationalen Vergleich relativ günstige Zahlen zu HIV und AIDS. Dennoch wird jedem nicht monogam lebenden, sexuell aktiven Menschen empfohlen, sich nach Risikosituationen auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen zu lassen.

Weitere Informationen:
Beratungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen / AIDS-Beratung
R 1, 12, 68161 Mannheim
Telefon 06 21/2 93 22 49
www.mannheim.de/buerger-sein/sti-aids-beratung