Mit der Vision ein modernes, international ausgerichtetes psychiatrisch-interdisziplinäres Forschungsinstitut mit Verantwortung für innovative Versorgungsmodelle und moderne Aus- und Weiterbildung aufzubauen, wurde am 1. Juli 1965 der „Verein zur Errichtung und Förderung eines Modellinstituts für sozialpsychiatrische Therapie und Forschung e.V. in Heidelberg“ gegründet.

Die Notwendigkeit, mit einer Reform der psychiatrischen Krankenversorgung in Deutschland auch die psychiatrische Forschung wieder aufzubauen, war das erste Motiv, ein nationales Institut zu planen. Es sollte der Forschung und Forschungsausbildung in der Psychiatrie und modernen Formen der Erhaltung und Wiederherstellung der seelischen Gesundheit dienen. Wie bereits der Name aussagt, war der Verein damals ursprünglich in Heidelberg angesiedelt und auch das Institut sollte zu diesem Zeitpunkt noch in Heidelberg entstehen. Politische Rahmenbedingungen führten jedoch dazu, dass sich der Verein schon bald auf den Standort Mannheim für die Entstehung des Instituts einigte. Demzufolge wurde auch der Sitz des Vereins 1971 nach Mannheim verlegt.

ZI: Forschung und Krankenversorgung gehören untrennbar zusammen

Die Gründung des Vereins stellte die erste Form der Institutionalisierung zur Verwirklichung der Institutspläne dar. Der Erfolg zeigt sich in der heutigen Rolle des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) als eines der national und international renommiertesten Forschungseinrichtungen für psychiatrische Erkrankungen und klinische Neurowissenschaften. Als Taktgeber in der Krankenversorgung sowie der Therapie- und Versorgungsforschung stellt sich das ZI den gesellschaftlichen Fragestellungen, wie z.B. dem Umgang mit der demographischen Entwicklung und der Notwendigkeit von Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Nach wie vor gehören Forschung und Krankenversorgung am ZI untrennbar zusammen. Denn es sind die Fragen aus dem Klinikbetrieb, die zu neuen Forschungsprojekten und dann wiederum zu innovativen Behandlungsmöglichkeiten führen.

Die Investitionen in moderne, auf die geänderten Bedürfnisse ausgerichtete Gebäude wie in K3 und der geplante Neubau in J4 sowie der umfangreiche Umbau und die Sanierung des bestehenden Therapiegebäudes sind eine logische Konsequenz der geänderten Anforderungen an die Behandlung der Patienten. Diese Aktivitäten tragen zudem dem kontinuierlichen Wachstum des ZI Rechnung und dem Vollversorgungsauftrag für die Stadt Mannheim.

Der Staffelstab im Vorsitz des Vereins ging zum 1. Januar 2013 von den Gründungsvätern Prof. em. Dr. mult. Dr. h.c. mult. Heinz Häfner und Dr. jur. Dr. h.c. Hans Martini an Wolfgang Pföhler, 1. Vereinsvorsitzender, und Georg von Hohnhorst, 2. Vereinsvorsitzender, über. Bis heute steht der Förderverein Zentralinstitut für Seelische Gesundheit e.V. hinter seiner Gründungsidee, mit dem ZI als Modelleinrichtung den kontinuierlichen Fortschritt in der Behandlung und Erforschung psychiatrischer Krankheiten auf neue Wege zu bringen.