Jedes Jahr im Frühsommer gelangen sehr viele, scheinbar eltern- und hilflose Jungvögel in die Hände von mitleidigen Tierfreunden. Solch gutgemeintes Bemühen richtet jedoch leider häufig mehr Schaden an als es nutzt. Meist handelt es sich um Jungtiere, die lediglich ihre ersten Alleingänge wagen. In den meisten Fällen sind solche „Tierrettungsaktionen“ nicht notwendig, da die vermeintlich elternlosen Tiere auch am Boden von ihren Eltern versorgt werden. Mit Bettellauten rufen die Nestflüchter nach ihren Eltern, die sie auch außerhalb des Nestes weiter füttern. Nur in seltenen Fällen sind die Jungvögel tatsächlich verlassen.

Marian Siedlec vom Bereich Umwelt der Stadtverwaltung Ludwigshafen rät: „Lassen Sie jeden Jungvogel im Zweifelsfall dort, wo sie ihn scheinbar elternlos finden. Nur wenn dem Findling unmittelbar Gefahr droht oder nach etwa einer Stunde nachweislich keine Fütterung erfolgt ist, können Sie diesen aufnehmen. Dabei ist es ratsam, ihn in fachliche Obhut zu geben.”

Weitere Informationen gibt es bei der Stadtverwaltung Ludwigshafen (Bereich Umwelt) unter:
Telefon 06 21/5 04-29 55