Dank privater Spenden konnte in Ludwigshafen die rund ein Hektar große Ackerfläche in Höhe des Damaschkestraßen-Kreisels, die Schritt für Schritt in ein Klimawäldchen umgewandelt werden soll, weiter aufgeforstet werden. Im Beisein von Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger sowie Prof. Dr. Joachim Alexander, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Ludwigshafen, pflanzten die Spender am 15. November 2013 eine Winterlinde, einen Wildapfel und eine Wildkirsche.

„Schritt für Schritt sollen mit Hilfe privater Spenden insgesamt 80 Bäume angepflanzt und die Namen der Sponsoren auf einer Säule aus gelbem Pfälzer Sandstein verewigt werden. Zudem dient uns das Areal künftig als Ökokontofläche der Stadt, auf der als Ausgleich für versiegelte Bauflächen eine Wiese angelegt und Gehölze gepflanzt werden”, erläuterte Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger. „Mit unserer Aktion wollen wir darum werben, dass Firmen oder Bürger einen oder mehrere der rund 80 Bäume spenden”, so Prof. Dr. Joachim Alexander.

Das Gelände parallel zur Damaschkestraße wurde schon im Landschaftsplan sowie im Flächennutzungsplan als Grünfläche zur Verbindung zwischen dem Friedenspark in der Innenstadt über Waltraudenstraße / Große Blies und dem Maudacher Bruch geplant. Im Rahmen des naturschutzrechtlichen Ausgleichs soll durch diese Pflanzung auch gleichzeitig Bodenversiegelung und Vegetationsverluste durch Bebauung kompensiert werden, wie Rainer Ritthaler, Leiter des Bereichs Umwelt, ergänzte.

Hintergrund-Info: Ökokonto

Seit 1994 wird in Rheinland-Pfalz die Ökokonto-Regelung umgesetzt. Sie erlaubt Gemeinden und Städten Renaturierungsmaßnahmen durchzuführen und sie später für einen ausgleichspflichtigen Eingriff in Natur und Landschaft „anrechnen” zu lassen. Bei der Einführung des Ökokontos (1993) hatte die Stadt Ludwigshafen 16 Flächen mit insgesamt 19 Hektar. Anfang 2009 waren von diesen noch 10 Flächen mit rund 10 Hektar Größe als Guthaben auf dem Ökokonto.

Ökologische Funktion von Bäumen

Bäume erhöhen die relative Luftfeuchtigkeit, senken die Umgebungstemperatur und spenden Schatten, so dass Überwärmung der Stadt vermieden wird. Eine große Eiche oder Buche verarbeitet bis zu 2.400 g Kohlendioxid pro Stunde und an sonnigen Tagen können 25 Quadratmeter Blattfläche den ganzen Sauerstoffbedarf eines Menschen decken. Gerade Gehölze und Bäume halten durch Holz, aber auch Humusbildung den Kohlenstoff dauerhaft zurück und spielen eine große regulierende Rolle.

Ansprechpartnerin für Baumspender

Ein Baum kann ab 300 Euro gesetzt werden. Damit verbunden ist auch das Anbringen des Spendernamens auf der Steinsäule. Die gemeinsame Pflanzaktion mit allen Sponsoren findet dann alljährlich im Herbst statt. Wer Geld für das Klimawäldchen spenden möchte, wendet sich an:

Bereich Baukoordinierung und Stadterneuerung (Martina Gittel)
Telefon 06 21/5 04-30 64 oder
martina.gittel@ludwigshafen.de