Mit fünf jungen Schwarzpappeln ergänzte Ludwigshafens Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger gemeinsam mit Mitgliedern des Fördervereins Parkinsel e.V. am 19. März 2015 den Baumbestand im Stadtpark. In 2014 musste eine rund 150 Jahre alte Schwarzpappel im Stadtpark wegen seiner brüchigen Äste stark eingekürzt werden. „An diesem Standort sollen auch in der Zukunft Schwarzpappeln zu sehen sein”, erläuterten Dillinger und der Vorsitzende des Fördervereins Parkinsel Curt-Christian Stoffel.

Die heimische Schwarzpappel steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten

Durch die Veränderung der Auen, die intensive Forstwirtschaft und die Einführung von Hybridpappeln wurde die heimische Schwarzpappel so verdrängt, dass sie heute auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Ältere, genetisch echte Schwarzpappeln, sind rar. Die alten Schwarzpappeln im Stadtpark wurden erfasst und genetisch untersucht. Das Ergebnis war, dass alle Schwarzpappeln im Stadtpark echt sind. Aber es gibt nur sehr wenig junge Exemplare, die die alten ersetzen.

Im Rahmen des rheinland-pfälzischen forstlichen Genressourcen-Programms, das von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt zur Erhaltung und Sicherung der heimischen Baum- und Straucharten umgesetzt wird, wurden Ableger gezüchtet. Ein solches „Mutterbaumquartier” befindet sich im hiesigen Forstamt Pfälzer Rheinauen in der Nähe von Bellheim. Die Schwarzpappeln, die bei der Pflanzaktion gesetzt werden, stammen aus dieser Vermehrung. Die Schwarzpappel war 2006 „Baum des Jahres“. Damals wurden im Stadtpark die ersten drei Jungbäume aus dem Landesprogramm gepflanzt. Heute stehen im Stadtpark insgesamt 2.633 Bäume.