Am Samstag, 10. Oktober 2015 (10.00 – 13.00 Uhr), informieren Ärzte des Diabeteszentrums des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses und Diabetologen der Schwerpunktpraxen aus Ludwigshafen und Umgebung zu verschiedensten Themen rund um die Volkskrankheit Diabetes. Veranstaltungsort ist das ZAR – Zentrum für ambulante Rehabilitation am St. Marienkrankenhaus, Steiermarkstraße 14, in Ludwigshafen. Die Veranstaltung, die sich an Betroffene, Angehörige, Interessierte und Fachleute richtet, ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Themen der Vorträge sind Ernährungstherapie und moderne Behandlungsmöglichkeiten, Therapie bei Diabetes und Hormon- oder Lebererkrankungen, der Umgang mit Diabetes-Apps und der kontinuierlichen Glucosemessung sowie praktische Dinge zum Alltag, wie Arbeitssicherheit in der chemischen Industrie und Führerschein und Diabetes. Einen Ausblick gibt es auch auf den Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenenalter und die besonderen Anforderungen an den behandelnden Mediziner in dieser Lebensphase. Es gibt die Möglichkeit zur Blutzuckermessung am Stand der Diabetesschule Ludwigshafen und zur fachgerechten Fußuntersuchung (z.B. durch die Podologie am St. Marienkrankenhaus). Wie in den vergangenen Jahren rundet eine Industrieausstellung das Thema ab.

„Die gute Diabetesbehandlung ist uns am St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus sehr wichtig”

„Die gute Diabetesbehandlung ist uns am St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus sehr wichtig. Die Medizinische Klinik I konnte bereits mehrfach die Qualität der geleisteten Diabetesbehandlung bei den Zertifizierungen der Deutschen Diabetes-Gesellschaft beweisen. Damit sind wir im Umkreis von 30 Kilometern das einzige Krankenhaus, das die hohen Qualitätsanforderungen erfüllt“, erklärt Dr. Antje Neubauer, Oberärztin der Medizinischen Klinik I und Organisatorin der Veranstaltung. Prüfkriterien für die Zertifizierung sind nach Angaben der erfahrenen Diabetologin die Qualität in der Diabetestherapie, die Zusammensetzung des interdisziplinären Diabetesteams (Diabetesarzt, Diabetesberater, Wundmanager), die Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen (z.B. Internisten, Geburtshelfer und Gefäßchirurgen) und das Netzwerk für die Diabetesbehandlung nach Entlassung.

„Ein gut funktionierendes engagiertes Team und gute Vernetzung ist für die nachhaltige Versorgung wichtig“, betont Prof. Dr. Jörg Hoffmann, Chefarzt der Medizinischen Klinik I und ebenfalls Diabetologe. „Wir kümmern uns mit unseren Spezialisten im Diabetesteam individuell um jeden einzelnen Patienten und haben für die Zeit nach der Entlassung ein funktionierendes Behandlungsnetzwerk aufgebaut.“ Besonders hervorzuheben sei dabei die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Hausärzten und Diabetespraxen, denn dort finde die entscheidende Dauertherapie und Versorgung bei Diabetes statt.

Immer häufiger wird bei Menschen die Diagnose Diabetes gestellt. Acht Millionen Menschen sind in Deutschland Diabetiker. Dabei wird der häufige Typ 2 Diabetes, der durch den modernen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Übergewicht geprägt wird, vom Typ 1 Diabetes – einer Autoimmunerkrankung – unterschieden. Diabetes kann zu Problemen an den Gefäßen, am Herz, an den Nieren, an den Augen und auch an den Füßen führen.