Die Hochstraße Nord in Ludwigshafen ist irreparabel beschädigt und muss abgerissen werden. Im Auftrag und in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung Ludwigshafen hat ein Expertenteam in den vergangenen Monaten unterschiedliche Planungsvarianten für einen Ersatz der kaputten Hochstraße überprüft. Im Ergebnis stehen nun vier Planungsvarianten zur Diskussion, die alle den Verkehr bewältigen können und technisch machbar sind. Dies sind die „Hochstraße neu” als Neuaufbau in bestehender Führung, die „Stadtstraße lang” als längere ebenerdige Straße zwischen Lorientallee und Rheinuferstraße, die „Hochstraße versetzt” als Neuaufbau, leicht südlich verlegt sowie die „Stadtstraße kurz” als kürzere ebenerdige Straße zwischen Lorientallee und Rathaus-Center.

Je nachdem, unter welchem Blickwinkel man die Planungsvarianten betrachtet, weisen sie unterschiedliche Vor- und Nachteile auf. Mit einem Bürgerforum am Montag, 20. Januar 2014 (19.00 Uhr, Pfalzbau), startet die Stadt Ludwigshafen in Anknüpfung an ihren Stadtumbauprozess unter der Überschrift „City West – Raum für neue Stadtideen” eine breit angelegte Bürgerinformation und -beteiligung. Im Rahmen des Bürgerforums werden alle Varianten ausführlich präsentiert. Um 19.00 Uhr beginnt im Konzertsaal das dritte Bürgerforum mit der Begrüßung und Einführung durch Dr. Oliver Märker von Zebralog, der die Moderation übernimmt. Anschließend erläutert OB Dr. Eva Lohse die gesamtpolitische Bedeutung des Projekts und die Bedeutung der Beteiligung der Öffentlichkeit für den Prozess. Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger erklärt, warum ein Neubau der Straße unumgänglich ist und welche Bedeutung City West für den Städtebau und die Stadtentwicklung hat. Kämmerer Dieter Feid wird danach das Thema aus seiner Sicht beleuchten. Anschließend wird Johannes Lorch von der Ingenieurgesellschaft Schüssler-Plan die vier Varianten und die unterschiedlichen Blickwinkel, aus denen die Varianten betrachtet werden können, vorstellen.

In einer ersten Rückfragerunde haben dann die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu den Vorträgen zu stellen. Das dritte Bürgerforum soll dazu dienen, die anwesenden Bürger auf den aktuellen Wissensstand zu bringen. Ergänzend zu den Vorträgen besteht danach die Möglichkeit, Experten aus den Ingenieurbüros und der Stadtverwaltung im Rahmen einer Ausstellung im Foyer zu befragen. Dort werden die Varianten ausführlich dargestellt. Die Bürger können hier auch ihre Anregungen und ein Feedback geben.

Insgesamt soll das dritte Bürgerforum rund zweieinhalb Stunden Information bieten. Es ist der Startschuss zur Bürgerbeteiligung, die außerdem eine Beteiligung und Onlinediskussion auf www.ludwigshafen-diskutiert.de und geführte Spaziergänge anbietet und eine Beteiligung über einen Rückmeldebogen in einer Sonderausgabe der neuen “Lu” ermöglicht. Ein weiteres viertes Bürgerforum am Mittwoch, 5. Februar 2014 (19.00 Uhr), im Kulturzentrum „dasHaus” bietet außerdem weiteren Raum für Diskussionen, Fragenrunden und Meinungsbildung.

Fragen und Anregungen aus dem Beteiligungsangebot werden zusammengefasst und ausgewertet, so dass sie in den politischen Entscheidungsprozess einfließen können. Geplant ist, dass sich die Gremien voraussichtlich im Frühjahr 2014 zusammensetzen, wobei die Stadtverwaltung auch mit Blick auf die Dimension des Vorhabens flexibel auf den Ablauf des Beteiligungsverfahrens reagieren möchte.

Die Bürger sollen außerdem nach der Entscheidung darüber informiert werden, mit welcher Variante Ludwigshafen in die Verhandlungen mit Bund und Land eintritt, wie die Ergebnisse der Beteiligung bei dieser Entscheidungsfindung berücksichtigt wurden, und wie die weiteren Schritte im Verfahren sein werden.