Zur Landtagswahl in Hessen am 22. September 2013 hat der Bundesverband „Menschen für Tierrechte“ die im Landtag vertretenen Parteien befragt, wie sie drängende Tierschutzprobleme in der nächsten Legislatur anpacken werden. Hierbei stehen die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, die Förderung der tierversuchsfreien Forschung und der Systemwechsel bei der landwirtschaftlichen Tierhaltung im Mittelpunkt.

„Unsere Zusammenstellung gibt Wählerinnen und Wählern schnell eine Orientierung. CDU und FDP sagen ‘Nein’ zur Tierschutz-Verbandsklage und ‘Nein’ zum Systemwechsel in der Landwirtschaft. SPD, Grüne und Linke stehen pro Klagerecht und für eine tier- und umweltschonende Landwirtschaft. Erfreulich ist, dass alle fünf Parteien tierversuchsfreie Verfahren durch eine Professur fördern wollen“, so Dr. Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes. „Überraschend ist, dass CDU und FDP jetzt ‚Ja’ zu einer Professur für tierversuchsfreie Methoden sagen, denn 2012 gab es dafür keine Unterstützung. Stattdessen pumpte die hessische Landesregierung lieber 141 Millionen Euro in das tierexperimentell arbeitende Hirnforschungsinstitut Ernst Strüngmann (ESI)“, schließt Baumgartl-Simons.

Laut Bundesverband ergibt sich aus den Antworten, den Wahlprogrammen und den Tierschutzaktivitäten der Parteien in der auslaufenden Legislatur: SPD, Grüne und Linke stehen für maßgebliche Verbesserungen in allen Bereichen des Tierschutzes. CDU und FDP wollen sich für die Förderung tierversuchsfreier Verfahren und die personelle Aufstockung der Veterinärbehörden einsetzen. Der Bundesverband „Menschen für Tierrechte“ ruft die Wähler auf, die Tierschutz-Pläne der Parteien bei ihren Wahlentscheidungen zu berücksichtigen. Eine Analyse der Antwortschreiben und Wahlprogramme, eine Übersichtstabelle sowie die Originalantworten sind veröffentlicht auf der Internetplattform des Bundesverbandes zur Dokumentation tierschutzpolitischer Vorgänge unter:
www.tierschutzwatch.de