„Landschaftserhaltungsverbände sind für die regionale Landschaftspflege und den Schutz der biologischen Vielfalt von großer Bedeutung. Sie tragen maßgeblich zum Erhalt der touristisch attraktiven und einzigartigen Kulturlandschaften in Baden-Württemberg bei. Die Landschaftserhaltungsverbände sind ein Erfolgsmodell im Land: Unter Grün-Rot ist die Zahl von ursprünglich sechs Landschaftserhaltungsverbänden in 2011 auf aktuell 26 gewachsen. In 2014 stehen noch zwei weitere Neugründungen an. Wir sind damit auf einem sehr guten Weg, flächendeckend Landschaftserhaltungsverbände als Dienstleister für den Natur- und Artenschutz im Land einzurichten. Dieses Ziel haben wir in der Naturschutzstrategie Baden-Württemberg verankert”, sagte Baden-Württembergs Naturschutzminister Alexander Bonde am 27. August 2014 anlässlich seines Besuchs beim Landschaftserhaltungsverband (LEV) Reutlingen e.V.

Wertvolle Lebensräume erhalten, bedrohte Arten schützen

Landschaftserhaltungsverbände seien ein hervorragendes Beispiel für wirkungsvollen Naturschutz, bei dem alle Beteiligten an einem Strang ziehen würden, so Bonde. „Natur- und Artenschutz profitieren gleichermaßen davon, dass in den Vorständen der Landschaftserhaltungsverbände unterschiedliche Interessen auf Augenhöhe vertreten sind”, sagte der Minister. Am Beispiel des LEV Reutlingen werde deutlich, wie wichtig Landschaftserhaltungsverbände seien. „Der LEV Reutlingen leistet einen maßgeblichen Beitrag zur Vernetzung der verschiedenen Akteure vor Ort, sodass beispielsweise die historische Nutzung der Wacholderheiden in den Gewannen ‚Maderstein’, ‚Schopfloch’ und ‚Schweiftal’ durch unterschiedliche Beweidungssysteme aufrechterhalten werden kann. So gelingt es, diese einzigartige Landschaft hier auf der Schwäbischen Alb für Besucherinnen und Besucher aus nah und fern sowie für nachfolgende Generationen zu erhalten”, sagte der Minister. Abschließend dankte Bonde allen, die sich beim LEV Reutlingen engagieren und mit ihm kooperativ zusammenarbeiten.

Hintergrund-Infos:

Der LEV Reutlingen wurde im Juli 2013 gegründet. Er arbeitet eng mit den Naturschutz- und Landwirtschaftsbehörden, den Kommunen, der Land- und Fortwirtschaft, den Flächennutzern und den Naturschutzverbänden zusammen und ist in stetem Austausch mit dem Regierungspräsidium und weiteren Landschaftserhaltungsverbänden in Baden-Württemberg. In 2014 war u.a. die Erarbeitung und Umsetzung von Heckenpflegekonzepten ein Schwerpunkt ebenso wie die Konzepterstellung für den Erhalt der Streuobstlandschaft insbesondere in FFH-Gebieten.

Weiterführende Informationen:
www.lev-bw.de