Amtsübergabe Ökologia

Der Stiftungsvorsitzende Ritter dankte beiden „Ökologias“ mit einem Blumengebinde. Foto: Landkreis Südliche Weinstraße

Die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. beruft jährlich seit 2001 eine „Ökologia“ – Botschafterin der Ökologie –, um auf sympathische Weise für die Ökologie zu werben. Der Stiftungsvorsitzende Hans-Joachim Ritter hebt hervor, dass die ausgewählte Dame durch ihre Ausstrahlung und ökologische Kompetenz überzeugend sein müsse. Dies sei bisher bei 13 „Ökologias“ hervorragend gelungen.

Im Kreishaus des Landkreises Südliche Weinstraße fand jetzt die Amtsübergabe der „Ökologia 2013“ zur „Ökologia 2014“ statt. Schwester Philippa Rath OSB (Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen) gab zunächst einen Tätigkeitsbericht. Sie sah sich in ihrer Funktion als Vertreterin der hl. Hildegard von Bingen, die schon vor 900 Jahren vor der Verschmutzung der Umwelt und Raubbau an der Natur gewarnt habe. Diese habe den Begriff „Grünkraft“ entgegengesetzt. „Diese schafft Leben, erhält Leben, lässt wachsen, reifen und bringt Frucht.“ Ritter dankte für ihr Engagement und stellte Landrätin Theresia Riedmaier als „Ökologia 2014“ vor, mit der die Stiftung durch ihr Projekt der EnergieAgentur Speyer-Neustadt / Südpfalz schon lange verbunden sei.

Riedmaier bekannte, dass sie auch Hildegard von Bingen verehre. Sie habe sich bereits in ihrer bayerischen Heimat für ökologische Fragen wie z.B. gegen den Großflughafen München II im „Erdinger Moos“ engagiert und in der Südpfalz im Sprecherkreis gegen die Ansiedlung einer Batteriefabrik in Landau-Mörlheim. Als Landrätin im Landkreis Südliche Weinstraße seien ihr umweltpolitisch und im Sinne des Naturschutzes besondere Anliegen: Ausschöpfung aller bau- und planungsrechtlichen Möglichkeiten, um die Zersiedelung der Landschaft zu verhindern oder soweit wie möglich (Einschränkung durch die Privilegierung landwirtschaftlicher Betriebe) zu vermeiden, Beiträge zur Offenhaltung der Landschaft, insbesondere der Täler im Pfälzer Wald, zu leisten oder Maßnahmen für die Durchgängigkeit (Fischaufstieg) der Queich. Landesweit beispielhaft gelte das Projekt der Ansiedlung der Heckrinder in St. Martin, welches eine Fortsetzung in Gräfenhausen finde. Von besonderer Bedeutung sei die Realisierung des Naturschutzgroßprojekts „Bienwald“ gemeinsam mit dem Landkreis Germersheim. Schließlich möchte sich Riedmaier auch in der südpfälzischen Region für die Umsetzung der Energiewende durch so viel wie möglich erneuerbare Energien einsetzen.