Ab 1. Januar 2014 wird im Landkreis Südliche Weinstraße das System „Sperrmüll auf Abruf“ eingeführt – das hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung beschlossen. Nach zwei Jahren sollen dann die Erfahrungen bewertet werden und eine endgültige Festlegung erfolgen. Bisher wurde der Sperrmüll zweimal jährlich an festen Terminen abgeholt. Zu Schwierigkeiten kam es immer wieder, da organisierte Sperrmüllsammler in den Orten den bereitgestellten Müll durchwühlten und dabei teilweise chaotische Zustände auf den Gehwegen und Straßen hinterließen. Ferner wurde durch das Ausschlachten von Kühlgeräten umweltschädliches FCKW freigesetzt. Hier hat der Landkreis Südliche Weinstraße bereits reagiert: Kühlgeräte werden schon jetzt nur auf Abruf entsorgt.

„Diese Begleiterscheinungen gefallen nicht und es gab immer öfter Proteste von den Gemeinden und den Bürgerinnen und Bürgern“, so Landrätin Theresia Riedmaier. Abhilfe soll das neue System auf Abruf schaffen. Das Angebot bleibt grundsätzlich gleich: Zweimal im Jahr können die Bürger ihren Sperrmüll kostenlos entsorgen lassen. Diese Abfuhr muss telefonisch oder per Mail bei der Firma Remondis angemeldet werden, innerhalb von vier Wochen wird dann ein Termin vereinbart.

14 Landkreise und acht Städte in Rheinland-Pfalz haben bereits „Sperrmüll auf Abruf“ eingeführt. Der Landkreis Südliche Weinstraße hat das neue System bereits seit 2012 in der Stadt Bad Bergzabern und in den Gemeinden Niederhorbach, Kapellen-Drusweiler und seit 2013 in der Stadt Annweiler getestet. „Die Erfahrungen mit diesem System waren in der Testphase durchweg positiv“, so Werkleiter Hans Volkhardt. Das neue System kostet rund 150.000 Euro mehr. Die Gebühren müssen allerdings dafür nicht erhöht werden, weil die Mehrkosten innerhalb der Kalkulation durch Einsparungen aufgefangen werden.