Erst jüngst wurde im Fachbereich 7 (Natur- und Umweltwissenschaften) am Universitätsstandort Landau ein neuer Bachelorstudiengang (B.Sc.) Naturschutzbiologie eingerichtet. Der Studiengang unter dem Fachgebiet Ökosystem-Analysen, der von Prof. Dr. Martin Entling geleitet wird, befasst sich schwerpunktmäßig mit den Themen Biodiversität, Funktion von Ökosystemen und globalen Veränderungen.

„Das spezielle Themengebiet Naturschutzbiologie empfinde ich in diesem Zusammenhang als besonders spannend und besonders wichtig,“ so Landaus Zoodirektor, Dr. Jens-Ove Heckel, der ab dem Wintersemester 2013/14 nun einen Lehrauftrag seitens der Universität erhielt. In zwei Bereichen kann Heckel seine Praxiserfahrungen in die Vorlesungsreihe einbringen: Zum einen bietet es sich durch die direkte Nachbarschaft zwischen Unicampus und Zoo Landau an, über den Beitrag Zoologischer Gärten zum Arten- und Naturschutz zu referieren. Gerade auch auf diesem Gebiet hat sich der vergleichsweise kleine Zoo in Landau einen sehr guten Ruf erarbeitet. Zum anderen ist es Heckel als ehrenamtlichem Vorsitzenden der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), die sich des Schutzes sonst wenig beachteter und hochgradig bedrohter Wildtierarten annimmt, ein großes Anliegen, über besondere Herausforderungen im internationalen Artenschutz zu sprechen.

Traditionelle Anknüpfungspunkte gibt es zwischen Universität und Zoo Landau mit der bereits 1992 als Kooperationsprojekt gegründeten Zooschule Landau. Auch der Fachbereich Umweltwissenschaften und der Zoo arbeiteten in der Vergangenheit bereits bei der Entsendung von Volontären in ein Artenschutzprojekt in den Philippinen oder durch regelmäßige Führungen durch den Zoo zusammen. Zoodirektor Heckel freut sich darüber, dass durch die Erteilung des Lehrauftrags in Naturschutzbiologie diese wertvolle Zusammenarbeit auch formell etabliert wurde.