Zoo Landau Umbau

Architekt Peter Buchert (2.v.r.) erläutert die Baupläne OB Thomas Hirsch (r.), Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel (l.) und dem Vorsitzenden des Landauer Zoo-Freundeskreises San.-Rat. Dr. Helmuth Back (2.v.l.). Foto: Stadt Landau

Der bisherige Streichelzoo des Zoo Landau in der Pfalz wurde 1979, damals finanziert durch den Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V., gestaltet. Er beheimatet seither Westafrikanische Zwergziegen und Zwergschafe sowie ein separates Gehege für Kaninchen. „Auch wenn der Streichelzoo seither in sehr funktioneller Art und Weise als beliebter Ort zur direkten Begegnung zwischen Tier und Mensch bis zur heutigen Zeit im Zoo Landau fungiert hat, so entspricht er aus heutiger gestalterischer und zoopädagogischer Sicht in vieler Hinsicht nicht mehr den notwendigen Anforderungen,“ sagte Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel im Zuge des offiziellen Spatenstichs am 24. Februar 2016. Das damals erstellte Stallgebäude aus Holz, große Teile der Umzäunung sowie der gepflasterten Bereiche sind inzwischen dringend sanierungsbedürftig.

Wie auch der amtierende Vorsitzende des Landauer Zoo-Freundeskreises San.-Rat. Dr. Helmuth Back zu berichten weiß, stellt der Streichelzoo nun über Jahrzehnte einen besonders wichtigen und beliebten Anziehungspunkt vor allem für Familien mit Kindern im Zoo Landau dar. „Es ist ein Ort zum Wohlfühlen, an dem die Empathie der Kinder für das Mitgeschöpf Tier besonders gefördert wird“, bemerkt Back. Dies sei auch ein Grund, warum sich der Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. mit einem 30 Prozent-Anteil an der Finanzierung des mit gesamt knapp 225.000 Euro veranschlagten Projekts beteiligt.

Neuer Streichelzoo im Stil eines älteren Pfälzer Gehöfts

Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch freut sich, dass mit dem neuen Streichelzoo im Stil eines älteren Pfälzer Gehöfts einer oft feststellbaren Entfremdung vieler Kinder zur lebenden Kreatur, insbesondere auch in Bezug auf sogenannte „Nutztiere“, entgegen gewirkt wird. „Unser besonderer Dank gilt hier auch für die 60 Prozent Landesförderung, die den Eigenanteil der Stadt Landau an der Finanzierung insgesamt auf 10 Prozent reduziert“, zeigt sich Hirsch erfreut. Diese Restkosten werden durch Einnahmen aus dem sogenannten „Baucent“ getragen, der von den Zoo-Eintrittsgeldern zweckgebunden abgeführt wird.

Der Streichelzoo wird weiter ein sehr wichtiges Element in der täglichen Arbeit der Zooschule Landau sein, ist er doch ein Ort, wo der direkte Kind-Tier-Kontakt auch im Rahmen des ausgezeichneten zoopädagogischen Programms der Zooschule Landau besonders intensiv möglich ist. Der neue Rahmen ermöglicht auch, durch geplante Schautafeln zusätzliche Informationen an die Besucher des Streichelzoos zu vermitteln.

Zusätzliche Attraktion: Tisch- und Bankkombinationen als Erholungsbereich verbunden mit Spielgeräten

Neben der Fortführung der bisherigen Haltung der als bedrohte Haustierrasse geltenden Ouessant-Zwergschafe, werden ein Kaninchengehege und ein kleiner Hühnerhof die zukünftige Haltung und Präsentation entsprechender regionaler oder bedrohter Kaninchen- und Geflügelrassen ermöglichen. Auch eine Familie von Minischweinen, die bisher ausschließlich für Nutzer der Zooschule in einem nicht öffentlich zugänglichen Bereich erlebbar war, kann dann durch ein erweitertes Gehege allen Zoobesuchern am Streichelzoo zugänglich gemacht werden. Als eine zusätzliche Attraktion und Abwechslung sollen Tisch- und Bankkombinationen als Picknick-, Warte- bzw. Erholungsbereich verbunden mit einigen Spielgeräten dienen.

Wichtig wird auch aus hygienischen Gründen die bisher am Streichelzoo nicht unmittelbar vorhandene Einrichtung einer Handwaschgelegenheit sowie eine barrierefreie Zufahrt, u.a. für Rollstuhlfahrer zum Streichelzoobereich.