Andreas Fischer mit einer Wertstoffbox Foto: Stadt Landau

Andreas Fischer mit einer Wertstoffbox
Foto: Stadt Landau

Leere Druckerpatronen und ausrangierte Akkus: Wohin damit am Ende eines Produktlebens? Mit der Wertstoff-Box bietet der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) einen neuen Service für alle Haushalte an. In ihr finden Kabel, Kameras, Taschenrechner, elektrisches Spielzeug, Handys und andere ausrangierte Utensilien des digitalen Lebens vorübergehend Platz, wie auch Batterien und CDs. Ist der Behälter gefüllt, kann er ganz einfach beim nächsten Besuch im Entsorgungszentrum Am Hölzel gegen eine leere Box umgetauscht werden. „Die von uns beauftragte Firma kümmert sich dann um die Zuordnung des Inhaltes für das Rohstoff-Recycling“, verspricht Andreas Fischer, Umwelttechniker und Abfallberater beim EWL. Den neuen Service startet der EWL im Zuge der europäischen Aktionswoche zur Abfallvermeidung, in der die Rückführung verbauter Materialien in den Wertstoffkreislauf ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Recycling-Hilfe

Die Wertstoff-Box ist ungefähr so groß wie eine Schuhschachtel und findet so überall ein Plätzchen im Haushalt. Der stabile Karton ist mit einer Information zum Sammelgut bedruckt, zunächst hat der EWL 2.000 Exemplare aufgelegt. An folgenden Stellen steht der Behälter kostenlos zur Abholung bereit: Im Zimmer 107 des EWL-Verwaltungsgebäudes, Friedrich-Ebert-Straße 5; im EWL-Bauhof, Albert-Einstein-Straße 18 und im Entsorgungszentrum des EWL, Am Hölzel 15 in Landau-Mörlheim. Ein Umtausch der gefüllten Wertstoff-Box ist ausschließlich im Entsorgungszentrum möglich. „Unser Ziel ist, dass künftig noch mehr Kleinteile separat erfasst werden und nicht im Restabfall landen“, erklärt EWL-Vorstand Bernhard Eck. Als Partner der Landauer Bürger setzt sich der Betrieb für die Wiederverwertung von Rohstoffen ein. Im Jahr 2013 ergab eine Analyse des Restabfalls, dass der Inhalt der grauen Tonnen noch weiter reduziert werden kann. Auch wenn die Landauer beim Trennen der Abfälle landesweit Spitze sind, landen dort immer noch Rohstoffe, die wieder zurück in den Wertstoffkreislauf gelangen sollten. „Wir handeln im Sinne des Umweltschutzes und wollen die Bürger dabei mitnehmen“, hält Bernhard Eck fest.