Landau Park&Ride

Foto: Stadt Landau

Am 16. Mai 2013 ist die neue Park&Ride-Anlage in Landau offiziell vorgestellt worden. „Ein Mosaik fügt sich zusammen“, so der Landauer Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer bei der Vorstellung des Projektes. Die Anlage ist von der West- auf die Ostseite des Bahnhofs umgezogen und bietet 90 Stellplätze, die für Bahnkunden unentgeltlich sind. Geplant und umgesetzt hat das Projekt die Projektabteilung Landesgartenschau des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs Landau (EWL) im Auftrag der Stadt Landau. Es kostete insgesamt 1,05 Millionen Euro, davon übernimmt das Umweltministerium des Landes Rheinland-Pfalz 820.000 Euro. Das Ministerium will umweltschonendes Verhalten durch komfortable Lösungen unterstützen. Für den Verkehr wird die neue Anlage am 27. Mai 2013 freigegeben.

Das Verlagern der Park&Ride-Anlage auf die andere Seite des Bahnhofs ermöglichte erst die aktuelle Umgestaltung rund um den zentralen Mobilitätspunkt, die das Stadtbild nicht nur optisch aufwertet. Für Fußgänger gibt es vom Bahnhofsvorplatz künftig einen neuen Weg zur Ostbahnstraße und attraktive Sitzplätze zum Verweilen. Der vergrößerte zentrale Omnibusbahnhof ist übersichtlicher und dadurch auch sicherer. „Durch den Umzug der Park&Ride-Anlage konnte der Bereich rund um den Bahnhof von beiden Seiten deutlich aufgewertet werden“, betonte Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer. Bis auf einen kleinen Zeitverzug durch den langen Winter habe alles prima geklappt, so Schlimmer weiter. „Ohne die Unterstützung des EWL hätten wir die Vielzahl der Baumaßnahmen im Umfeld der Landesgartenschau nicht umsetzen können“, bedankte sich der Stadtchef.

Um die Kosten möglichst gering zu halten, ist die Zufahrtsstraße auf eine Breite von 4,75 Metern reduziert worden. „Bei dieser Breite kommen zwei PKW bequem aneinander vorbei und für LKW ist die Straße sowieso gesperrt“, informierte der Oberbürgermeister. Zufahrtsstraße und Stellplatzgasse haben eine Oberfläche aus Asphalt, die Stellplätze selbst sind geschottert. Rad- und Gehweg wurden gepflastert. „Im Herbst rüstet der EWL noch die Straßenbeleuchtung nach und bepflanzt das Gelände“, erläuterte Schlimmer das weitere Vorgehen. 52 Ahornbäume werden dann als Allee die Zufahrtsstraße säumen, 15 weitere Bäume sind über die Anlage verteilt. Darüber hinaus werden 156 standortgerechte Sträucher für ein ansprechendes Bild sorgen und unzähligen Tierarten Nahrung und Heimat bieten. Sollte sich in den kommenden zwei Jahren herausstellen, dass die Nachfrage das aktuelle Parkplatzangebot übersteigt, kann die Anlage in einem zweiten Bauabschnitt um weitere 130 Plätze erweitert werden.

Naturschutz geht vor

Von den 1,05 Millionen Euro Gesamtkosten entfallen allein 200.000 Euro auf Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz. „Auf dem brachliegenden Gelände leben Mauereidechsen, diese zählen zu den besonders geschützten Arten“, sagte Hans-Dieter Schlimmer. „Deshalb durften wir mit dem Bau der Parkanlage nur zwischen August und Mitte Oktober beginnen; davor haben wir für die Eidechsen ein neues Zuhause im Zufahrtsbereich geschaffen, in dem sie sich ansiedeln konnten“, erklärte er weiter. Ein Fachgutachter wurde dazu schon bei der Bauplanung gehört und begleitete das Projekt ökologisch bis zur kompletten Fertigstellung.