Landau La Ola

Foto: Stadt Landau

Das Energiekonzept des Freizeitbades „LA OLA“ in Landau wird erweitert. Landaus Bürgermeister Thomas Hirsch hat jetzt in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Stadtholding Landau zusammen mit Dipl.-Ing. Bernhard Mertel, Geschäftsführer der EnergieSüdwest Projektentwicklung GmbH, die Eckpunkte des ganzheitlichen Konzeptes vorgestellt. „Im Vordergrund stehen für uns Energiesparen, Energieeffizienz, regenerative Energieerzeugung und Klimaschutz“, sagte Thomas Hirsch. „Das LA OLA nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, die durch den 3. Platz beim ‚Public Value Award’ auch entsprechend honoriert wurde“. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen zeichnet mit dem Preis eine möglichst breite und nachhaltig geprägte gesellschaftliche Wertschöpfung aus.

Derzeit befindet sich eine neue Warmwasseraufbereitungsanlage für das Bad im Bau. Diese führt zu einer Energieersparnis von ca. 20 Prozent. Bereits umgesetzt wurden die Energieerzeugung durch eine Photovoltaik-Dachanlage – in Kooperation mit der VR Energiegenossenschaft – mit 75 kWp Leistung. Ein Blockheizkraftwerk liefert 50 kW elektrische und 110 kW thermische Energie. Erdwärme dient zur Beheizung der Schwimmbecken: eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe befördert die Wärme aus einer stillgelegten, 1.000 Meter tiefen Bohrstelle der Wintershall AG. Die Leistung beträgt ca. 80 – 110 kW. Bernhard Mertel, dessen Firma für die technische Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich ist, erklärte die Details. „Wir prüfen auch, ob es in Landau und Umgebung noch weiteres Potenzial zur Nutzung von Wärme aus stillgelegten Bohrlöchern gibt“.

Weitere energetische Optimierungen wurden im Bereich Bade- und Brauchwasseraufbereitung vorgenommen: Eine neue Anlage nach dem neuesten Stand der Technik spart u.a. Energie durch intelligente Pumpen- und Temperaturregelung. Der Heizaufwand für das Schwimmbad reduziert sich erheblich, indem der Abluft aus der Schwimmhalle die Wärme über einen Luftwärmetauscher entzogen und der kalten Zuluft wieder zugeführt wird.

Dank der LED-Technologie kann das „LA OLA“ den Stromverbrauch durch Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken. Dies gilt sowohl für die Beckenbeleuchtung als auch für die Beleuchtung der Technikräume. Die LED-Lampen verbrauchen nicht nur weniger Energie, sondern sind auch heller. Zu guter Letzt engagiere sich das „LA OLA“ auch für den Klimaschutz, indem es auf den Phillipinen ein Projekt zur Wiederaufforstung des Regenwaldes unterstützt. „Damit sind wir international aktiv“, so Hirsch. „Der Tropenwald speichert erstens mehr Kohlendioxid als unser heimischer Wald und zweitens ist er bedrohter.“