Über die Situation der Hospizarbeit in Landau hat sich Bürgermeister Thomas Hirsch als Sozialdezernent vor wenigen Tagen mit Vertreterinnen des Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes (AHPB) Landau / Südliche Weinstraße ausgetauscht. Im Beisein der städtischen Seniorenbeauftragten Ulrike Sprengling brachte Hirsch seine Anerkennung für die haupt- und ehrenamtlich geleistete Begleitung schwerstkranker Menschen zum Ausdruck. Große Zustimmung fand Hirsch für sein Bestreben, in Landau ein stationäres Hospizangebot zu initiieren.

Dipl.-Psych. Helga Fuchs-Entzminger stellte im Beisein von Dr. Joachim Gilly (Vinzentius Krankenhaus Landau) das kleine hauptamtliche Team der ambulanten Hospizhilfe vor, die Dank der Unterstützung des Vinzentius Krankenhauses ihre Beratungsstelle in der Weißenburger Straße einrichten konnte. Geführt von den Hospizschwestern Ute Schneider-Beiwinkel und Elfriede Fath und mit ärztlicher Beratung durch die Schmerztherapeutin Dr. Renate Tretzel betreuen und begleiten ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer lebensbedrohlich erkrankte Menschen, deren Angehörige und Freunde in der ambulanten und stationären Versorgung.

Dabei stehen die Bedürfnisse der schwerstkranken Menschen im Mittelpunkt: Nach Angaben von Helga Fuchs-Entzminger drehen sich die Ängste und Wünsche der Betroffenen häufig darum, im Sterben nicht allein zu sein, wenn möglich zu Hause bleiben zu können, möglichst wenig unter Schmerzen zu leiden, eine gute Pflege zu erfahren, letzte Dinge zu regeln und ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt führen zu dürfen. Für ihre Arbeit werden die ehrenamtlichen Kräfte speziell ausgebildet. Sie leisten so auch einen wichtigen Beitrag, um Angehörige zu entlasten und zu stützen. Hirsch würdigte den besonderen Einsatz in diesen „schwierigen Lebenssituationen“ als wertvollen Beitrag zu einer menschlichen Gesellschaft. Diese Arbeit könnte durch ein stationäres Hospizangebot in Landau noch verbessert werden, so Hirsch.